Eigene Kinder?

Redaktion Von Redaktion

Die Forscher Giuseppe Testa und John Harris haben ein Verfahrengefunden, mit dessen Hilfe zwei Schwule ein leibliches Kind miteinander"zeugen" könnten.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, haben die beiden Forscher GiuseppeTesta und John Harris ein Verfahren gefunden, mit dessen Hilfe zweiSchwule ein leibliches Kind miteinander "zeugen" könnten. 

Das Fachmagazin "Science" veröffentlichte jüngst die Methode, bei derman ähnlich wie beim Klonen zunächst einer (weiblichen) Eizelle dasErbgut entnimmt und es gegen die DNA eines schwulen Mannes austauscht.Die so manipulierte Eizelle wächst zu einem Embryo heran, dessenStammzellen zu "männlichen" Eizellen herangezüchtet werden. Der Partnermuss nun nur noch seine Spermien dazugeben. Das Baby mit dem Erbgut derzwei Väter muss von einer Leihmutter ausgetragen werden - auf dieseWeise könnten zwei Männer zu Eltern eines Sohnes oder einer Tochterwerden.

Die Methode lässt sich auch bei Frauen anwenden, indem man nichtEizellen, sondern Spermien aus den embryonalen Stammzellenheranzüchtet. Da "weibliches" Erbgut jedoch nur zwei X-Chromosomen hatund das "männliche" Y-Chromosom fehlt, können zwei lesbische Frauen nurTöchter haben.

Auf die Frage, ob das Verfahren nicht unmoralisch sei, erklärten diebeiden Forscher: "Wenn wir es verurteilen wollten, müssten wir diegesamte Medizin verdammen. Denn sie greift permanent in natürlicheVorgänge ein."

Sollte in Zukunft das Verfahren einmal Wirklichkeit werden, würden sichein neues Forschungsfeld auftun, auf dem die Erblichkeit vonHomosexualität genauestens untersucht werden könnte.

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Weitere Quellen: bild.t-online.de; Bilder: photocase.de