Geschlechtskrankheiten

Redaktion Von Redaktion

Klar, Sex gehört zur Liebe und zum Leben fest dazu und zählt wohl mit zu den schönsten Dingen. Doch aus der Lust kann ganz schnell großer Frust werden, denn sexuelle Kontakte können Folgen haben ...

Klar, Sex gehört zur Liebe und zum Leben fest dazu und zählt wohl mit zu den schönsten Dingen. Doch aus der Lust kann ganz schnell großer Frust werden: Zahlreiche Bakterien und Viren befinden sich in Lauerstellung und können leicht durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Palette reicht von gut zu bekämpfenden Erregern bis hin zu solchen, die ernste Erkrankungen hervorrufen und zum Tod führen können. Kondome stellen hierbei nicht immer die prophylaktische Allzweckwaffe dar.

Wir machen euch hier mit den wichtigsten und häufigsten Krankheiten, ihren Übertragungswegen, den typischen Symptomen sowie ihren Behandlungs- und prophylaktischen Schutzmöglichkeiten bekannt.


AIDS / HIV

Beschreibung/Übertragung: AIDS ist die gefährlichste Krankheit, mit der man sich beim ungeschützten Geschlechtsverkehr infizieren kann. AIDS stellt die Abkürzung für Acquired Immune Deficiency Syndrome dar, was übersetzt "Erworbener Immundefekt" bedeutet. Unser Immunsystem hat die Aufgabe, Bakterien und Viren abzuwehren. Das HI-Virus, der Auslöser von AIDS, ist besonders tückisch. Er greift nämlich genau in dieses System ein, schwächt dadurch die Krankheitsabwehr und macht sie nutzlos.

Das HI-Virus wird beim Sex durch infiziertes Sperma oder Blut übertragen. Den Hauptinfektionsweg bildet der ungeschützte Analverkehr. Aber auch Oralverkehr ohne Gummi und das Aufnehmen oder Schlucken von Sperma stellt ein Risiko dar, das keinesfalls unterschätzt werden darf. Das HI-Virus kann einige Zeit nach der Infektion durch einen HIV-Antikörpertest nachgewiesen werden.

Symptome: Von einer Infektion bemerkt man zunächst nicht viel und es lassen sich keine Symptome erkennen. Da das Virus jedoch mit der Zeit das Immunsystem schwächt, treten allgemeine Krankheits-erscheinungen wie Lymphknotenschwellungen, Nachtschweiß, Durchfall und Fieberschübe auf. Tumore und Erkrankungen des zentralen Nervensystems gehören ebenfalls zu den späteren Symptomen von AIDS. Krankheitserreger, mit denen ein intaktes Immunsystem problemlos fertig wird, können nun zu schweren Erkrankungen oder sogar zum Tod führen.

Behandlung: AIDS ist nicht heilbar. Die Behandlungsmöglichkeiten werden allerdings zunehmend erfolgsversprechender und HIV-Positive haben somit eine immer höhere Lebenserwartung.

Schutz: Durch die Verwendung von Kondomen beim Anal- und Oralverkehr wird die Gefahr einer Infektion extrem stark verringert.


Chlamydia

Beschreibung/Übertragung: Chlamydia kann beim ungeschützten Analverkehr übertragen werden. Bei dieser sexuellen Praktik kommt der Penis mit vielen verschiedenen Keimen und Bakterien in Berührung, darunter mit den sogenannten Chlamydien.

Symptome: Die Chlamydien können zu einer Harnröhrenentzündung führen.

Behandlung: Eine Erkrankung wird mittels eines Breitband-Antibiotikum behandelt.

Schutz: Verwendung von Kondomen beim Analverkehr.


Darmparasiten

Beschreibung/Übertragung: Darmparasiten können durch anal-orale Kontakte oder durch Fingerspiele übertragen werden.

Symptome: Typische Symptome einer Erkrankung sind Bauchkrämpfe, ein aufgeblähter Bauch, Durchfall, Magenschmerzen und Blut im Stuhl.

Behandlung: Darmparasiten lassen sich in den meisten Fällen gut mit Hilfe eines Antibiotikum behandeln.

Schutz: Das Übertragungsrisiko kann verringert werden, wenn ihr vor dem Sex den Analbereich gründlich reinigt.

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