100 Schwule und Lesben in Führungsetagen

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100 Schwule und Lesben in Führungsetagen
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Unter den 2.000 Top-Führungskräften in Deutschland sind mindestens 100 Homosexuelle, sagt Commerzbank-Aufsichtsratschef Klaus Peter Müller im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Capital. Aber outen mag sich niemand. Wieso ist das so?

Mit einem öffentlichen Coming-out tun sich Deutschlands Top-Manager trotz aller Diversity-Programme schwer. In einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin 'Capital' erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende der Commerzbank und Aufsichtsratsmitglied weiterer Dax-Konzerne Klaus-Peter Müller: "Sie können davon ausgehen, dass unter den 2.000 Top-Führungskräften in der deutschen Wirtschaft mindestens 100 Homosexuelle sind."

Er kenne viele Konzerne, in denen jeder weiß, welcher Kollege schwul oder welche Kollegin lesbisch ist. Das sei intern geklärt.

Hitzlspergers Bekenntnis hat das Outing für Manager erschwert

Vor einem öffentlichen Coming-out schreckten aber viele nach wie vor zurück. "Und nach dem Outing von Hitzlsperger fragt sich doch jeder Manager, welchen Aufruhr er mit so einem Bekenntnis auslösen würde. Dieser Hype hat die Bereitschaft zu einem öffentlichen Outing nicht gerade begünstigt, sondern eher erschwert", so Müller gegenüber 'Capital'.

Einflussreiche Führungskräfte wollen nicht "zu so einer Ikone werden"

Müller würde keinem Manager raten, "alleine vorzupreschen und sich das anzutun". "Gerade einflussreiche Manager wollen nicht zu so einer Ikone werden", so Müller.

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