2.752 HIV-Infektionen in 2007

Patrick Fina Von Patrick Fina

(dbna.de / queercom) Die Zahl der HIV-Neudiagnosen in Deutschland ist im Jahr 2007 um insgesamt vier Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) stieg besonders die Zahl der Neudiagnosen unter Männern, die Sex mit Männern haben. In dieser Gruppe habe das RKI einen Anstieg von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr beobachtet. Von den insgesamt 2.752 neu festgestellten HIV-Neuinfektionen seien deshalb rund zwei Drittel auf gleichgeschlechtlichen Geschlechtsverkehr zurückzuführen, teilte das RKI mit. Auch bei Personen, die heterosexuellen Geschlechtsverkehr haben, stieg die Zahl der HIV-Neudiagnosen um 7,5 Prozent. Bei Konsumenten intravenös verabreichter Drogen und bei Migranten aus Ländern, in denen HIV und Aids stark verbreitet sind, ging die Zahl der Neudiagnosen zurück.

Die Zahl der durch gleichgeschlechtlichen Geschlechtsverkehr übertragenen HIV-Fälle habe sich in den vergangenen sechs Jahren fast verdreifacht. Der Anteil der Neudiagnosen mit einem schwulen Hintergrund sei demnach von 46 Prozent auf 65 Prozent angestiegen.

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Weitere Quellen: queercom