99 Luftballons

Redaktion Von Redaktion

Liebe Leser, ich habe eben die Wiederholung von "Deutschland sucht den Superstar" am Sonntag gesehen. Am Vorabend konnte ich leider nicht, denn da befand ich mich im Anschluss an unser Usertreffen (Bericht folgt) auf der Rückfahrt von Mannheim nach Augsburg.

Liebe Leser, ich habe eben die Wiederholung von "Deutschland sucht den Superstar" am Sonntag gesehen. Am Vorabend konnte ich leider nicht, denn da befand ich mich im Anschluss an unser Usertreffen (Bericht folgt) auf der Rückfahrt von Mannheim nach Augsburg. |n

Es ging um die 80er Jahre. Richard Marx, The Bangles und Jennifer Rush. The Power Of Love, Get Here und Eternal Flame. Und natürlich Neunundneunzig Luftballons. Gesungen von Daniel K., dem "Karlsson vom Dach auf Ecstasy". Der bisexuelle (homosexuelle?) Entertainer hat uns Nenas größten Hit präsentiert. Mit Stirnband, gestreifter Hose, aber ohne Achselhaare.

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Er spaltet die Nation, unser Daniel. Die einen lieben ihn abgöttisch, die anderen haben dafür keinerlei Verständnis. Nun kann ich mich einfach nicht zurückhalten, ich gehöre zur zweiten Gruppe. Wem das nicht passt, der kann natürlich hier aufhören zu lesen.

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Wodurch begeistert der Ur-Bayer seine Fans? Durch sein Aussehen? Eher nicht. Durch seine Natürlichkeit? Das wird immer behauptet. Durch Ausstrahlung? Vermutlich. Aber durch eines kann Daniel sicher nicht begeistern, und das ist seine Stimme. Worauf aber kommt es nun an bei der Suche nach einem deutschen Superstar?

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Es geht um Gesang, ganz klar. Bekommt der Gewinner nicht einen Plattenvertrag? Nun stellen wir uns mal vor, Daniel wird tatsächlich Superstar - was soll dann passieren? Soll er ein Album aufnehmen, eine CD auf den Markt bringen? Und wer bitte sehr soll die dann kaufen und anhören? Gibt es tatsächlich solche Masochisten, die sich mit seiner Musik vor den Kamin setzen, bei einem guten Glas Wein? Es gibt zwar merkwürdige Menschen, aber so merkwürdige?

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Nun wird ihm auch von Seiten der Jury immer seine Natürlichkeit zugute gehalten, aber ist das, was Daniel darstellt, wirklich die Natürlichkeit in Person? Oder steckt hinter ihm und seinem Verhalten ein raffinierter Marketing-Trick? Muss "Karlsson" seine stimmlichen Defizite durch Herumhopsen auf der Bühne, vorgespielte Herzlichkeit und fettige Haare ausgleichen?
So langsam begreifen sogar die Vier aus der Jury Daniels Masche, Dieter Bohlen spricht von "Darstellerei". Und ich nehme es dem bunten Musikclown persönlich übel, dass er Nenas schönstes und emotionalstes Lied durch seine grässliche Stimme derart durch den Dreck gezogen hat. Billige Effekthascherei macht aus einem schlecht gesungenen Lied keinen Hit, noch lange nicht.

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Nun sind es also noch fünf junge Männer und Frauen, die Superstar werden wollen. Meine Favoriten sind Alexander und Gracia, meine vorherige Favoritin Judith konnte ja leidem dem Druck nicht standhalten und ist freiwillig ausgeschieden. Bald werden wir wissen, wer von den Fünfen letzten Endes die Nase vorn hat.

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Und ich hoffe sehr, dass ich nur noch wenige Sendungen mit Daniel aushalten muss, denn eines müssen wir uns einmal vor Augen halten: Wir suchen keine Lachnummer, sondern einen Superstar!

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Ähm, wir bleiben doch aber trotzdem Freunde, oder? smile

Boomer

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