Abgeschmettert

Christian Brandl Von Christian Brandl

(dbna.de / 365gay.com) Mit Plakaten und Transparenten auf denen Sätze wie "Zivile Partnerschaften. Gleicher Schutz und gleiches Recht für alle" geschrieben standen waren rund 100 Demonstranten zur Anhörung vor dem Rechtsausschuss erschienen, als sich dieser mit dem Vorschlag beschäftigte.

Doch auch diese und die zahlreiche schriftliche Unterstützung des Vorschlags konnten nicht verhindern, dass die Verantwortlichen die Gesetzesinitiative nach einer 5-stündigen Anhörung ablehnten.

Befürworter von Homo-Rechten sagten, dass dieses Gesetz nötig sei, um gleichgeschlechtlichen Paaren die gleichen Rechte einzuräumen wie heterosexuellen Paaren: "Für mich ist offensichtlich, dass das hier sexuelle Diskriminierung ist", so Scott Orton. "Ich möchte eines Tages auch einen festen Partner haben und mit diesem die gleichen Rechte wie Eheleute genießen können."

Eine Entscheidung des obersten Gerichtshofs des Bundesstaates hatte bereits in den 90er Jahren klargestellt, dass eine Homo-Ehe nicht gegen die Verfassung des Staates verstoße. Doch statt ein solches Gesetz zu verabschieden, entschied sich die damalige Regierung zu einer Verfassungsänderung die nun seit dem Jahr 1998 die Ehe auf Hawaii als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert. Durch die Verwendung des Begriffs "Zivile Partnerschaft" wollten die Initiatoren des neuen Vorstoßes diese Verfassungsdefinition umgehen.

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Weitere Quellen: Quelle: 365gay.comBildmaterial: © Photocase.com