AfD protestiert gegen Conchita Wursts Auftritt

Redaktion Von Redaktion
AfD protestiert gegen Conchita Wursts Auftritt
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Die Österreichischen Grünen verstanden es als Zeichen von Freiheit, als sie die ESC-Gewinnerin Conchita Wurst nach Brüssel einluden, um in der Mittagspause eine Auswahl ihrer und anderer Songs zu performen. Die populäre Künstlerin sollte für Homo-Ehe und freie Geschlechterwahl eintreten - zum Leidwesen von Beatrix von Storch und der AfD.

Während sich in der Mittagspause zahlreiche Abgeordnete und Mitarbeiter vor dem Parlament versammelten, um der 20-minütigen Rede von Conchita Wurst mit anschließender Gesangseinlage zu lauschen, protestierte die AfD-Abgeordnete Beatrix von Storch laut- und bildstark.

Französische Homo-Gegner als Protestmittel

Von Storch ließ es sich nicht nehmen, aus ihrem Fenster ein Plakat der französischen Organisation "Manif Pour Touts" zu hängen, welches ein heterosexuelles Paar mit zwei Kindern zeigte.

Die französische Organisation war in Frankreich vermehrt für einige, teils auch durch Gewalt gezeichnete, Massendemonstrationen verantwortlich und tritt öffentlich gegen Homosexualität und Transvestitismus ein.

ORF/Thomas Ramstorfer

Damit ihren Widerstand auch Menschen außerhalb von Brüssel identifizieren konnten, machte die AfD-Abgeordnete direkt noch einen passenden Post auf ihrem Facebook-Profil.

Hier wurde Conchita Wurst vermehrt, und entgegen der allgemeinen Normen, mit "Herr Wurst" angesprochen.

AfD sieht Auftritt als "Verschwendung" an

Der Auftritt kostete die Gründen insgesamt rund 17.000 Euro - auf eine Übernachtung von Conchita Wurst wurde verzichtet, ebenso auf eine Gage und ein Upgrade im Flieger. Die Kosten wurden komplett von der Partei übernommen, ohne den Steuerzahler zu belasten.

Dennoch sieht von Storch diesen als "Verschwendung" an. Sie meint das Europäische Parlament sollte sich nicht ständig mit "vielfältiger Sexualität" beschäftigen - das wäre "überflüssig".

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Weitere Quellen: ORF/Thomas Ramstorfer