Bisher konnten Schwule und Lesben im U.S.-Militär nur "überleben", wenn sie sich an die Devise "Don't ask, don't tell" hielten und ihre Sexualität nicht offen lebten. Nun fordert John Shalikashvili, ehemaliger Vorsitzender des vereinigten Generalstabs der U.S.-Streitkräfte, ein Umdenken: "Schwule und Lesben können von ihren Kameraden akzeptiert werden", so der Ex-General. Er stützt seine Aussage auf eine Umfrage unter Soldaten in Afghanistan, die ergab dass zwei Drittel keine Vorbehalte gegen homosexuelle Kameraden hätten.

Insbesondere hinsichtlich der anstrengenden Auslandseinsätze der amerikanischen Streitkräfte könne man es sich nicht mehr leisten, Schwule und Lesben auszugrenzen. Zwar sei er früher der Ansicht gewesen, schwule Soldaten "würden die Truppenmoral untergraben und die Zusammenarbeit in den Kampfeinheiten stören", diese Haltung habe sich jedoch in Gesprächen mit Homosexuellen geändert.

Die aktive Führung der Militärs scheint den Ideen von Shalikashvili nicht sonderlich aufgeschlossen zu sein. Das Pentagon führt Homosexualität sogar noch in der Liste der Geistesstörungen, wie Forscher der University of California beim Durchforsten der Pentagon-Direktive 1332.38 herausfanden.


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Weitere Quellen: Quelle: Die WeltBildmaterial: © stock.xchng