Entgegen ihrer früheren Haltung gegenüber homosexuellen Partnerschaften und sogenannten Homo-Ehen hat sich die australische Fluggesellschaft Qantas nun dazu entschieden, die Partnerschaften homosexueller Mitarbeiter anzuerkennen, wenn diese in einem Land geschlossen wurden, das die Homo-Ehe erlaubt.

Noch im letzten Jahr hatte die Airline sich im Fall eines Mitarbeiters, der seinen Partner in Kanada geheiratet hatte, geweigert diesen als Ehepartner in die Personalakte aufzunehmen und ihm auch entsprechende Leistungen und Vergünstigen der Firma zuzusprechen. "Es ist uns nicht möglich, ihren Familienstand als verheiratet in unseren Personalakten zu vermerken, da das Australische Recht gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht kennt.", so die offizielle Antwort der Airline damals.

Der Mann erhielt jedoch überraschend Rückendeckung vom ehemaligen vorsitzenden Richter des australischen Familiengerichtshofs, der zwar die rechtliche Unbedenklichkeit der Entscheidung bestätigte, sie jedoch moralisch in Frage stellte.

In dieser Woche änderte das Unternehmen nun seine Haltung. In einer schriftlichen Stellungnahme an den Angestellten gab der Personalchef von Qantas, Kevin Brown, seine Zustimmung: "Quantas ist gewillt, Sie als verheiratet anzuerkennen und wir werden ihren Familienstand in unseren Akten vermerken. Qantas wird Sie und Ihre Familie wie jeden anderen verheirateten Angestellten behandeln." Der ehemaige Familienrichter Nicholson sieht darin ein positives Signal: "Ich sehe keinen Grund, warum gleichgeschlechtliche Paare nicht die gleichen Freiheiten und Rechte wie andere Menschen erhalten sollten - und ich verstehe nicht, warum deren Kinder diskriminiert werden sollten."

Australien hat kürzlich ein Gesetz verabschiedet, dass die Ehe als eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau definiert.

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