Nach einem aktuellen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung ist die Zahl der Drogentoten im vergangenen Jahr zwar erneut gesunken, aber ein anderes Phänomen macht den Verantwortlichen Sorgen: durchschnittlich 16,4 Jahre ist ein deutscher Jugendlicher alt, wenn er zum ersten Mal einen Joint raucht und damit ist das Einstiegsalter für den Drogenkonsum erneut deutlich weiter nach unten gerückt.

Sabine Bätzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, sieht das als höchst alarmierendes Zeichen. Das Risiko einer psychischen Abhängigkeit steige, wenn Jugendliche früher anfangen Drogen wie Cannabis zu sich zu nehmen. Sie wies auch auf die Schlüsselfunktion der Tabakprävention hin, denn Raucher greifen leichter zum Joint als Nichtraucher.

Erfreulich sei in diesem Zusammenhang, dass die Raucherquote bei den Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren von 28 Prozent im Jahr 2001 auf 20 Prozent gefallen sei. Rauchen gilt bei Jugendlichen auch nicht mehr als cool und auch die Maßnahmen wie Werbeverbot und Tabaksteuererhöhung hätten zu dieser Entwicklung beigetragen.

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