Apple fordert Gesetz gegen Schwulendiskriminierung

Redaktion Von Redaktion
Apple fordert Gesetz gegen Schwulendiskriminierung
Valery Marchive/CC BY-SA 2.0/Wikimedia

Der US-Kongress beschäftigt sich bereits seit Längerem mit einem Anti-Diskriminierungsgesetz. Damit sollen Arbeitsplatzrechte von schwulen, lesbischen, bi- und transsexuellen Menschen verbessert werden. Apple-Chef Tim Cook fordert jetzt energisch eine Verabschiedung.

Das Gesetz wird unter dem Kürzel ENDA diskutiert. ENDA steht dabei für 'Employment Non-Discrimination Act'. Mit dem Gesetz soll der Benachteiligung von Menschen im Arbeitsleben wegen ihrer sexuellen Orientierung entgegengewirkt werden.

In einer Twitter-Nachricht an führende Republikaner und Demokraten im Kongress machte sich der Apple-Chef nun öffentlichkeitswirksam für ein Inkrafttreten stark.

Als symbolträchtiges Datum der Verabschiedung schlug er den 50. Jahrestag des Civil Rights Act vor. Das 1964 erlassene Gesetz verbietet grundsätzlich Diskriminierung wegen Hautfarbe, Religion, Geschlecht, Rasse oder Nationalität.

Valery Marchive/CC BY-SA 2.0/Wikimedia

Nicht die erste Apple-Aktion

Bereits im November vergangenen Jahres hatte sich Tim Cook in einem Meinungsbeitrag im einflussreichen Wall Street Journal für das Gesetz ausgesprochen. Und in Arizona hat Apple vehement gegen ein dortiges Gesetzesvorhaben Stellung bezogen, das es religiös orientierten Unternehmen erlaubt, Schwulen und Lesben Dienstleistungen zu verweigern.

Nachvollziehbare Argumente

Die Argumente des Apple-Chefs sind einleuchtend, wenn auch nicht ganz uneigennützig. Mitarbeiter könnten nur dann ihr Bestes bei der Arbeit geben, wenn sie ihre Identität dabei nicht verleugnen müssten. Nur wer sich in seiner Identität angenommen und wertgeschätzt fühle, könne Selbstvertrauen entwickeln. Selbstvertrauen sei aber für erfolgreiches Arbeiten entscheidend.

Interne Richtlinien reichen nicht

Apple selbst hat bereits eine Anti-Diskriminierungsrichtlinie als interne Unternehmensvorgabe verankert. Das reicht aber Tim Cook nicht. Solange es kein entsprechendes Gesetz gebe, sei dies gleichbedeutend mit einer stillschweigenden Zustimmung zur Diskriminierung.

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Weitere Quellen: Valery Marchive/CC BY-SA 2.0/Wikimedia