Auch in Österreich?

Christian Brandl Von Christian Brandl

Aussagen der Zivilrechtlerin Brigitta Lurger geben dem steirischen ÖVP-Politiker Christopher Drexler neuen Antrieb in seiner Forderung nach Einführung der Homo-Ehe in Österreich. Die Juristin hatte nämlich kürzlich erklärt, dass infolge der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) die Einführung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft unumgänglich sein werde. Als Argumentationshilfe bei seinen Parteikollegen und kritischen Stimmen sei dies "durchaus hilfreich", so Drexler. Seit mehreren Jahren versucht er nun schon, einen Meinungsschwenk in der ÖVP zu erzeugen.

Nun sieht der Politiker die Chance, innerhalb der kommenden fünf Jahre auch wirklich etwas in dieser Richtung zu bewegen. "Das ist ein rechtspolitisches Gebot der Stunde." Es wäre schade, wenn man dafür erst Gerichtsurteile abwarten müsste, so Drexler im Gespräch mit der "Presse".

Auf Bundesebene hatte sich die ÖVP bislang gegen die Homo-Ehe ausgesprochen. Im Jahr 2004 war hierzu eine interne Arbeitsgruppe eingerichtet worden, deren Ergebnis nur war, dass man die Diskriminierung Homosexueller in nichtehelichen Gemeinschaften beseitigen müsse.

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