"Aufs Neue verwundert"

Redaktion Von Redaktion
"Aufs Neue verwundert"
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Der Vatikan ist "besorgt" über die neusten Entwicklungen zugunsten der Homo-Ehe der letzten Tage und Wochen und bezieht Stellung. Er bekräftigt weiterhin seine Ablehnung von Eheschließungen von Schwulen und Lesben.

Der Vatikan ist "besorgt" über die neusten Entwicklungen der letzten Tage und Wochen: In Spanien wurde vom Verfassungsgericht eine Klage gegen gleichgeschlechtliche Ehen abgelehnt. Frankreich steht kurz vor der Gleichstellung der Homo-Ehe mit der klassischen Ehe. Und in den USA stimmten die Bürger in mehrere Referenden für die rechtliche Anerkennung der Homo-Ehe.

Weiterhin gegen Homo-Ehe

Dazu hat nun der Vatikan Stellung bezogen und seine Ablehnung von Eheschließungen von Schwulen und Lesben bekräftigt.

"Diese Entwicklung ist nicht neu, verwundere aber immer wieder aufs Neue", ließ Federico Lombardi, der Sprecher von Papst Benedikt, in einem Interview mit Radio Vatikan verlauten. "Man muss sich fragen, ob dies wirklich dem Denken der Bevölkerung entspricht.", so Lombardi weiter.

"Warum dann nicht auch die Polygamie?"

Eine monogame Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gesellschaftlich anzuerkennen, ist für Lombardi "eine Errungenschaft der Zivilisation". "Wenn das nicht so ist warum wird dann nicht auch Polygamie erwogen und auch Polyandrie, natürlich um niemanden zu diskriminieren."

Das Papst-Blatt "L'Osservatore Romano" schloß sich dieser Haltung an und wetterte auf der Titelseite, dass die Kirche an der katholischen Lehre festhalte, auch wenn "politisch korrekte Ideologien in jede Kultur der Welt Einzug halten".

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