Auftrittsverbot

Patrick Fina Von Patrick Fina

(dbna.de / queercom) Der umstrittene Auftritt des jamaikanischen Dancehall-Sängers Bounty Killer in Essen wurde abgesagt. Nach anhaltenden Protesten gegen die homophoben und gewaltverherrlichenden Texte des Musikers kündigte Ingo Penkwitt, Chef des Essener Immobilienmanagements, den Vertrag mit den Veranstaltern. Zuvor hatten sich Schwulen- und Lesbenorganisationen sowie Vertreter der Stadt und der Bunestagsabgeordnete Kai Gehring (Grüne) gegen den Auftritt ausgesprochen.

Noch nicht abgesagt sind hingegen die Auftritte Bounty Killers am Freitag in München sowie am 9. April in Berlin. Der Münchner Veranstaltungsort "Backstage" hatte sich von den Texten Bounty Killers distanziert und forderte eine Erklärung des Sängers, dass er keine diskriminierenden und beleidigenden Songs aufführen würde. Die Berliner "Kulturbrauerei" forderte hingegen eine persönliche Distanzierung des Sängers. "Sollte sich der Künstler nicht persönlich zu den erhobenen Vorwürfen äußern und sich verbindlich davon distanzieren, wird das Konzert von unserer Seite aus definitiv abgesagt werden", hatte die Kulturbrauerei mitteilen lassen.


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Weitere Quellen: queercom