(dbna.de / GMX / AFP) Nach der Ankündigung der australischen Regierung, Glühbirnen in wenigen Jahren durch energiesparende Leuchtstoffmittel zu ersetzen und die Verwendung klassischer Glühbirnen zu verbieten, haben auch deutsche Politiker diese Idee aufgegriffen: "Von der Sache her ist es richtig, konventionelle Glühbirnen auslaufen zu lassen", sagte der stellvertretende SPD-Fraktionschef Ulrich Kelber gegenüber der "Berliner Zeitung".

Auch SPD-Vorstandsmitglied Hermann Scheer sprach sich für ein Verbot aus: "Das wäre bei uns überfällig, denn so eine Maßnahme würde in wenigen Jahren ein bis zwei Atomkraftwerke einsparen [...] Es gibt überhaupt keinen Grund, an einer solchen Sache festzuhalten."

Doch das allgemeine Verhalten Australiens in Bezug auf den Klimaschutz stellt diesen Vorschlag in ein nicht ganz so positives Licht: "Mir wäre es lieber, Australien würde sich endlich zum internationalen Klimaschutz bekennen und das Kyoto-Protokoll unterzeichnen", so Ultrich Kleber weiter. Er halte es für einen Witz, dass ausgerechnet einer der größten Klimasünder weltweit eine solche Maßnahme vorschlage. Ein nationales Verkaufsverbot einzelner Produkte sei nach dem EU-Wettbewerbsrecht derzeit nicht möglich, weshalb Deutschland einen anderen Weg gehen werde. Die Koalition wolle sich in Brüssel für den Top-Runner-Ansatz einsetzen: das jeweils verbrauchsärmste Modell eines bestimmten Produkts würde dadurch innerhalb weniger Jahre zum verbindlichen Standard für alle anderen Produkte dieser Art festgelegt.

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