(dbna.de / 365gay.com) Als er im Jahr 2001 die ersten beiden Eheschließungen homosexueller Paare in seiner Kirche durchgeführt hatte, war Reverend Brent Hawkes noch ein echter Pionier. Damals musste er sogar vor Gericht gehen, um für die Anerkennung dieser beiden Partnerschaften zu kämpfen, woraus später die landesweite Gleichstellung der Homo-Ehe mit der klassischen Ehe resultierte.

Nun erhält Hawkes für seine Verdienste den "Order of Canada", die höchste Auszeichnung des Landes. Der Orden wird ihm vom Generalgouverneur, dem Vertreter der Queen in Kanada, verliehen.

Als er vor sechs Jahren die Hochzeitszeremonien für die Paare Kevin Bourassa und Joe Varnell, sowie Elaine und Anne Vautour durchführte, trug er nach Anordnung der Polizei eine kugelsichere Weste, nachdem es einige Drohungen von konservativen Aktivisten gegeben hatte. Denn Hawkes hatte eine Gesetzeslücke entdeckt, die ihm ermöglichte diese Trauungen durchzuführen: Indem er die Hochzeiten an drei vorangehenden Sonntagen in der Kirche ankündigte, konnte er sich auf eine alte christliche Regelung berufen und die Eheschließungen besiegeln.

Zwar lehnte die Regierung in Ontario zunächst die Eintragung der Ehen ab, doch in einem Rechtsstreit erwirkten die Paare, dass diese Handhabung als verfassungswidrig erklärt wurde. Nachdem es auch in acht weiteren Territorien ähnliche Entscheidungen gegeben hatte, nahm sich die kanadische Regierung der Sache an und brachte einen Gesetzentwurf zur Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare ein.  

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Weitere Quellen: Quelle: 365gay.comBildmaterial: © Veterans Affairs Canada (http://www.vac-acc.gc.ca)