Ausschreitungen und Verhaftungen

Redaktion Von Redaktion
Ausschreitungen und Verhaftungen
Anton Tuschin / Ridus.ru

Bei einem CSD in Moskau am Sonntag sind mehrere Aktivisten verhaftet worden. Unter den ihnen Nikolai Alexejew, der Chef des russischen Schwulen-Verbandes. Die Kundgebung, die an der Moskauer Duma und gegenüber dem Rathaus stattfand, war von den Behörden nicht genehmigt worden.

Die Aktivisten wollten gegen das Verbot von "Homo-Propaganda" protestieren, das vor Kurzem in St. Petersburg, der zweitgrößten Stadt Russlands, erlassen wurde (dbna berichtete).

Zudem versuchten orthodoxe Christen und nationalistische Jugendliche den CSD zu stören und schlugen auf mehrere Teilnehmer der Kundgebung ein. Sie hielten Schilder wie "Moskau ist nicht Sodom". Erst später griff auch hier die Polizei ein und nahm mehrere Personen fest.

Der CSD in Moskau war zum siebten Mal in Folge nicht genehmigt worden, da "die Sicherheit der Teilnehmer einer solchen Demonstration nicht gewährleistet werden könne, da viele Moskauer eine negative Einstellung zu dieser Demonstration hätten."

2010 erging ein Urteil vom "Europäische Gerichtshof für Menschenrechte", dass Russland durch diese Verbote gegen Menschenrechte verstößt. Das Urteil blieb bis heute von Russland unbeachtet.

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