Auto nicht länger Statussymbol

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Auto nicht länger Statussymbol
onesecondupndown / photocase.com

Die empirische Untersuchung "Jugend und Automobil" des Center of Automotive der Wirtschafts-Fachhochschule in Bergisch Gladbach hat ergeben, dass die Zeit des Autos als Statussymbol vorbei ist. Zu diesem Ergebnis trugen insgesamt 1.100 Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren bei, die an der Online-Befragung teilnahmen.

Für das Auto brechen offensichtlich schlechtere Zeiten an, glaubt man der Studie "Jugend und Automobil" des Center of Automotive der Wirtschafts-Fachhochschule in Bergisch Gladbach. Diese untersuchte  mittels einer Online-Befragung die Einstellungen und Verhaltensmustern von 1.100 deutschen Jugendlichen im Alter von 18 bis 25 Jahren. Das Ergebnis lautet, dass das Auto als Statussymbol ausgedient hat.

Im Blickwinkel waren dabei besonders die Präferenzen und das Kaufverhalten dieser Generation. Das Auto habe laut Studie zwar mehrheitlich weiterhin eine besondere Bedeutung für diese Altersgruppe, allerdings gebe es Anzeichen dafür, dass die "emotionale Bindung" an das Statussymbol Automobil bedeutsam schwindet.

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Auto ist für 22 Prozent ein reines Fortbewegungsmittel

Eine "neue Rationalität" verbreite sich bei einer wachsenden Gruppe von circa 20 bis 30 Prozent von jungen Frauen und Männern in Deutschland, welche die Sichtweise auf das Auto verändere. Der "automobile Mehrwert" werde dabei durch die Funktionalität des Autos als Fortbewegungsmittel zunehmend beiseite gedrängt.

Knapp 22 Prozent der jungen Erwachsenen antworteten auf die Frage, ob für sie mit dem Automobil mehr als nur Fortbewegung verbinden, mit einem eindeutigen Nein. Das Automobil stellt für sie vielmehr allein ein Funktionsgut, ein reines Transportmittel dar, um sie von A nach B zu bringen.

Kein Investitionsverzicht für neues Auto bei 30 Prozent

Bei ungefähr 30 Prozent der jungen Generation fällt das Auto bei der Frage, auf welche der Investitionen zugunsten eines Autos am ehesten verzichtet werden würde, durch. Diese Personen wollen nicht auf Urlaubsreisen oder eine eigene Wohnung verzichten, nur um ein neues Auto zu besitzen. So spielt das Automobil für diese Gruppe als Statussymbol keine wichtige Rolle und besitzt damit auch keinen "emotionalen Mehrwert".

Die nun veröffentlichte Studie "Jugend und Automobil" ist der Nachfolger der im Jahr 2008 erschienen Befragung mit dem selben Titel.

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Weitere Quellen: Augsburger Allgemeine, onesecondupndown / photocase.com