Bakterie schützt vor HIV?

Redaktion Von Redaktion

"Jede Lebensform hat einen natürlichen Feind." Davon ist der Mikrobiologe Dr. Lin Tao, Professor an der Uni Chicago, überzeugt. Und nun scheint sie den natürlichen Feind des HIV gefunden zu haben. Dieser Feind ist Lactobazillus, den viele Menschen in sich tragen, vorzugsweise im Mund und im Vaginalbereich. Dieser Bazillus verursacht keinerlei Beschwerden, attackiert aber den HI-Virus. Der Grund: Eine jede Bakterie hat eine Vorliebe für bestimmte Formen von Zucker und der HI-Virus produziert eine Zuckerart, die von diesem Lactobazillus bevorzugt wird.

Der HI-Virus ist zurzeit nicht heilbar. Er verbreitet sich über die weißen Blutkörperchen im Körper, die er dadurch zerstört und schwächt dadurch auf Dauer das Immunsystem bis es völlig zusammenbricht. Viren werden vom Körper normalerweise durch ihre Oberflächenstruktur erkannt und angegriffen. Aber HIV mutiert extremst schnell und macht es für das Immunsystem und auch für Medikamente fast unmöglich, ihn zu besiegen.

Um so sensationeller ist die Entdeckung von Dr. Tao, denn die Produktion des von dem Lactobazillus bevorzugten Zucker ist unabhängig von der ständigen Mutation des Virus. Da die Ansteckung von HIV neben Blut zu Blut Kontakt auch über die Schleimhäute geschieht, kann eine Kultivierung der menschlichen Schleimhäute mit diesem Bakterium vielleicht zu einem günstigen, effizientem und einfachen Schutz vor HIV führen.

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Weitere Quellen: medicalnewstoday.com