Bekiffte Jugend?

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Bekiffte Jugend?
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Die gute Nachricht vorweg: Der Drogenkonsum von Jugendlichen hat in den vergangenen Jahren abgenommen. Das Rauchen scheint unattraktiv geworden, das erste Mal Alkohol trinken Jugendliche heute mit 13,6 Jahren, 2002 lag dieser Wert noch bei 12,9 Jahren. Dennoch gibt es Grund zur Besorgnis.

Der Cannabiskonsum, also das Rauchen von Haschisch oder Marihuana, hat 2012 deutlich zugenommen, wie eine aktuelle Studie der Frankfurter Goethe-Universität zeigt. Mehr als ein Drittel, 38 Prozent, der befragten Schüler haben mindestens einmal einen Joint geraucht, sieben Prozent sagten, sie haben in dem vergangenen Monat mindestens zehn Mal Cannabis geraucht. Einige kiffen zu Hause, doch meistens werden Joints und Co. auf Feiern und Partys rumgegeben und geraucht.

"Cannabis ist nicht giftig"

Mit Ausreden wie dieser versuchen Jugendliche häufig, das Kiffen zu verharmlosen. Unbestritten ist jedoch, dass das Rauchen (ebenso wie das Kiffen) die Atmungsorgane direkt schädigt. Mit jedem Joint gelangen zum Teil krebserregende Verbrennungsstoffe in die Lunge und darüber ins Blut. Auch psychische Schäden sind durch das Kiffen möglich.

So führt die "Ginko Stiftung für Prävention" auf ihrer Seite "stark statt breit" unter anderem Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen oder Psychosen als mögliche Folgeschäden durch Cannabiskonsum auf. Je jünger das Einstiegsalter, desto größer sind die Gefahren für den Körper und desto schneller entwickelt der Körper eine Abhängigkeit. Diese kann mit fortgeschrittener Zeit auch zu einer schwereren Sucht führen.

Einmal in dieser Spirale gefangen wird ein Ausstieg schwer. Noch dazu ist der Besitz von Cannabis, anders als häufig angenommen, bereits ab dem ersten Gramm verboten. Wer mit einem Joint aufgegriffen wird, riskiert unter Umständen sogar, seinen Führerschein zu verlieren.

Doch es gibt viele Angebote, die Jugendlichen helfen können, von ihrer Sucht loszukommen. Die meisten Bundesländer haben Informationsseiten im Internet, auf denen sich Jugendliche informieren können. Auch bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Drogenberatungsstellen, Jugend- und Gesundheitsämtern könnt ihr euch helfen lassen, wenn ihr selbst oder Freunde von euch ein Problem mit Drogen haben.

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