"Du willst dich doch nur nicht entscheiden"... mit solchen oder ähnlichen Sprüchen sehen sich bisexuelleJugendliche immer wieder konfrontiert, wenn Sie eingestehen, von beidenGeschlechtern angezogen zu werden. Eine Studie der NorthwesternUniversity in Toronto könnte dieses Vorurteil nun noch untermauern,denn in einer Untersuchung von 100 Freiwilligen stellten dieWissenschaftler erstaunliches fest:

30 heterosexuellen, 33 bisexuellen und 38 homosexuellen Männern wurdenVideos vorgeführt, in denen entweder zwei Frauen oder zwei Männer beimSex zu sehen waren. Die Testpersonen mussten dann angeben, wie sehr siesich durch die Darstellung erregt fühlten. Zeitgleich wurde über eineManschette am Penis der Probanden die tatsächliche körperliche Erregunggemessen. Das erstaunliche Ergebnis: die Männer, die sich selbst alsbisexuell bezeichneten fühlten sich laut eigenen Angaben von beidenDarstellungen erregt, eine körperliche Reaktion konnte allerdings immernur bei der Darstellung eines Geschlechts registriert werden. Bei denmeisten Männern waren die die Videos mit dem Geschlechtsverkehr zweierMänner, bei einigen das Video mit den Frauen.

Bei den heterosexuellen und den homosexuellen Probanden stimmte dieempfundene Erregung mit der tatsächlichen weitestgehend überein. Inweiteren Studien wollen die Wissenschaftler nun noch herausfinden, obsich dieser Unterschied auch in der Gehirnaktivität bisexueller Männerzeigt.

Damit kratzen die kanadischen Wissenschaftler an den gängigen Theorienvon Sigmund Freud und Alfred Kinsey, die der Ansicht waren, dass jederMensch im Grunde bisexuell veranlagt sei.

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Weitere Quellen: wissenschaft.de