Blutbad in Schwulenzentrum

Redaktion Von Redaktion

Am Samstagabend hat ein vermummter Mann ein Blutbad in einemSchwulen-und Lesbentreff angerichtet. Dabei wurden 2 Menschen getötetund elf verletzt.

Am Samstagabend hat ein vermummter Mann ein Blutbad in einem Schwulen-und Lesbentreff angerichtet. Dabei wurden 2 Menschen getötet und elf verletzt.

Der Vorfall ereignete sich im Keller der Lesben- und Schwulenvereinigung AGADU. Dort trafen sich Jugendliche und junge Erwachsene im "Café Noir". Die Verletzten berichten, dass der Mann in die Gruppe gekommen sei. Er wäre schwarz gekleidet gewesen und hätte ein Sturmgewehr in den Händen gehalten. Zunächst glaubten einige noch an einen üblen Scherz. Dann habe der Mann das Feuer eröffnet und wild um sich geschossen. Er habe in alle Richtungen gezielt, sodass es kein Entkommen gegeben habe. Die Jugendlichen hätten Schutz unter den Tischen gesucht. Verlassen konnten sie den Raum nicht, weil es nur einen Ausgang gibt.

Sie war noch ungeoutet
Insgesamt verletzte der Mann 15 Menschen zum Teil schwer. Die meisten von ihnen sind noch minderjährig. Unter den beiden Getöteten befindet sich der 24-jährige Nir Katz. Er hatte die Jugendgruppe geleitet. Das zweite Opfer ist ein 17-jähriges Mädchen. Sie hatte sich noch nicht geoutet und in dem Jugendtreff Kontakt zu Gleichgesinnten gesucht.

Der Jugendtreff wird von der Gay and Lesbian Association (AGUDA) unterhalten. Die Vereinigung geht von einem gezielten Angriff gegen ihre Gemeinschaft aus. "Angesichts der Anstachelung zum Hass gegen die homosexuelle Gemeinschaft ist es nicht überraschend, dass so ein Verbrechen begangen werden kann", sagte Mai Pelem, Präsident von AGUDA.

Tel Aviv trauert
Laut der Nachrichtenagentur dpa soll die Polizei aus Sicherheitsgründen die Schließung aller öffentlichen Schwulen- und Lesbentreffpunkte angeordnet haben. Denn laut Augenzuegenberichten hätte der Mann auch versucht, eine wenig entfernte Schwulenbar anzugreifen. Allerdings hätte das Sicherheitspersonal ihn davon abgehalten, woraufhin der Mann geflüchtet sei.  Zur Zeit sucht die Polizei mit einem Großaufgebot nach dem Attentäter.

Währendessen trauert Tel Aviv. Noch am Abend zogen hunderte Menschen durch die Innenstadt. Sie legten Blumen nieder und zündeten Kerzen an. In Facebook und anderen Social-Communities solidarisieren sich dweltweit etliche User. Sie haben ihre Profilfotos zum Ausdruck ihrer Trauer durch eine Regenbogenfahne mit Kerze ersetzt.


dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!