Ein Protestmarsch von Schwulen und Lesben in der rumänischen Hauptstadt Bukarest fand am vergangenen Samstag ein gewaltsames Ende: rund tausend Gegenprotestanten - größtenteils Anhänger der Rumänisch orthodoxen Kirche - gingen gewaltsam gegen den friedlichen CSD vor.

Zwar wurde die Schwulen- und Lesbenparade von Polizisten geschützt, doch die protestierenden Konservativen konnten nach Raufereien mit der Polizei deren Linien durchbrechen und auf die Homosexuellen einprügeln. Erst durch den Einsatz von Tränengas konnte die Polizei den gewaltbereiten Mob wieder zurückdrängen und einige der Homo-Gegner festnehmen. Bei dem Vorfall wurden etwa zehn Leute verletzt und über 50 Personen vorläufig festgenommen.

Der rumänische Bischof Ciprian Campineau hatte im Vorfeld angekündigt, dass er die Parade für "einen Verstoß gegen die Moral und einen Greuel gegen die Familien" halte. Unter den Schaulustigen, die die Straßen säumten und die Parade mit Eiern und Flaschen bewarfen, waren auch Nonnen und Priester zu finden.

Zwar ist Homosexualität in Rumänien kein Verbrechen mehr, Schwule und Lesben sind dort jedoch - zu ihrem eigenen Schutz - gezwungen im Verborgenen zu leben.

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