Britisches Unterhaus stimmt für die Homo-Ehe

Redaktion Von Redaktion
Britisches Unterhaus stimmt für die Homo-Ehe
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Das britische Unterhaus hat für die Bewilligung der Homo-Ehe gestimmt und es nun dem Oberhaus zur Gesetzesverabschiedung vorgelegt. Das Gesetz soll es Schwulen und Lesben in England und Wales künftig erlauben, formal eine Ehe einzugehen.

Der Entwurf wurde mit 400 zu 175 Stimmen bewilligt, darunter auch konservative Parteimitglieder um Premierminister James Cameron. 75 Parlamentarier enthielten sich.
 
Cameron persönlich ergriff noch kurz vor der sechsstündigen, emotionalen  Debatte das Wort und sagte: "Ich glaube an die Ehe... und ich glaube, dass auch Homosexuelle das Recht haben zu heiraten". Dieser Appell richtet sich auch an die gesetzgebenden Kräfte im Oberhaus, dem House of Lords, welche Beobachtern zufolge als unentschieden gelten.
 
Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass homosexuelle Paare sowohl standesamtlich als auch kirchlich heiraten können. Letztlich soll es jedoch den Kirchen freigestellt werden, ob sie eine Trauung vornehmen oder nicht. In der dominierenden Anglikanischen Kirche soll sie jedoch weiterhin verboten bleiben.

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Weitere Quellen: Tagesschau, DPA, Spiegel, DW, samot / 123RF Stock Foto