Bündnis gegen Homophobie

Christian Brandl Von Christian Brandl

20 Verbände, Vereine und Firmen wollen das Bündnis am Mittwoch in Berlin gründen. Der LSVD rief dazu auf, nachdem sich Übergriffe gegen Schwule in der Bundeshauptstadt häufen.

(dbna.de / LSVD) Am kommenden Mittwoch soll es soweit sein: im Louise-Schroeder-Saal des Roten Rathauses in Berlin wird die Gründungsversammlung des "Bündnisses gegen Homophobie" stattfinden.

Jedes Jahr registriert das Anti-Gewalt-Projekt "Maneo" in Berlinzwischen 200 und 300 gewalttätige Übergriffe auf schwule Männer. DieDunkelziffer liegt laut Polizeischätzung bei 90 Prozent und im vergangenen Jahr haben sich homosexuellenfeindliche Übergriffe in Berlin gehäuft. Dies nahm der LSVD zum Anlass, zur Gründung des Bündnisses aufzurufen. Damit soll der Öffentlichkeit noch deutlicher gemacht werden, dass Homophobie in Berlin keinen Platz hat.

Über 20 Verbände, Vereine und Firmen werden sich nun am Mittwoch im Roten Rathaus einfinden, um das Bündnis zu gründen und eben jenes Zeichen zu setzen. Die Gründungsmitglieder sind:

1. Akademie der Künste
2. Berliner Fußball-Verband e.V.
3. Berliner Bank
4. Berliner Polizei
5. Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR)
6. Berlin Tourismus Marketing GmbH
7. Deutsche Bank Berlin
8. Deutsche Oper Berlin
9. Deutscher Fußball-Bund e.V. (DFB)
10.  Deutscher Gewerkschaftsbund Berlin-Brandenburg (DGB)
11.  Hertha BSC Berlin
12.  Internationale Filmfestspiele Berlin / Berlinale
13.  Jüdische Gemeinde zu Berlin
14.  Landessportbund Berlin
15.  Landesverband Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg e.V.
16.  Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
17.  Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
18.  Tennis Borussia Berlin e.V. (TeBe)
19.  TERRE DES FEMMES - Menschenrechte für die Frau e.V.
20.  Türkiyemspor Berlin e.V.
21.  Verein Iranischer Flüchtlinge e.V.
22.  Zentralrat Deutscher Sinti und Roma

Die Unterzeichner verpflichten sich, im Alltag jeglicher Form von Diskriminierung entgegenzutreten. Sie engagieren sich für Anerkennung und Respekt gegenüber Lesben, Schwulen,Bisexuellen und Transgendern. Ihr Ziel ist ein breitesgesellschaftliches Bündnis gegen Homophobie, das Hass und Intoleranzoffensiv entgegentritt und die Akzeptanz gleichgeschlechtlicherLebensweisen fördert.

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Weitere Quellen: LSVD, iStockPhoto.com