Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet hat angekündigt, die Ehe für Schwule und Lesben im nächsten Jahr öffnen zu wollen. Außerdem will sie Antidiskriminierungsgesetze erweitern.

Homosexuelle sollen in Chile bald heiraten können. Das hat die Präsidentin des südamerikanischen Landes, Michelle Bachelet, angekündigt. "Meine Regierung wird in der ersten Hälfte des nächsten Jahres ein Gesetz zur Gleichstellung in der Ehe einreichen", sagte sie bei der UN-Vollversammlung. Darüber hinaus kündigte sie an, Antidiskriminierungsgesetze reformieren zu wollen.

Seit 2015 können schwule und lesbische Chilenen eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen. Auch ein Adoptionsrecht besteht in Chile. Damit hat sich das Land vergleichsweise schnell entwickelt, denn erst seit 1999 sind gleichgeschlechtliche Handlungen nicht mehr illegal. 

Chile wäre das sechste Land Südamerikas mit der Ehe für alle

Auch die Rechte von Trans*-Menschen machen Fortschritte: So wird gerade ein Gesetz im Senat diskutiert, das es Erwachsenen erlaubt, ihr Geschlecht und den Vornamen ohne gerichtliche Anhörung zu ändern.

Chile würde das sechste Land Südamerikas werden, das die Ehe für Schwule und Lesben öffnet. Erst im April hat das kolumbische Verfassungsgericht die Ehe für alle erlaubt (dbna berichtete). Bereits seit 2010 können Schwule und Lesben in Argentinien heiraten, Brasilien und Uruguay folgten 2013.

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