"CSD-Bomber" verurteilt

Redaktion Von Redaktion

(dbna.de / queercom) In Kroatien wurde ein 25-jähriger zu 14 Monaten Haft verurtelt, weil er im vergangenen Juli geplant hatte, einen Molotow-Cocktail auf die Zagreber CSD-Parade zu werfen. Die Polizei hatte den Mann im letzten Jahr mit einer mit Benzin gefüllten Flasche entdeckt. Zudem führte er Streichhölzer und Lappen bei sich. Trotz seiner Flucht konnte er später identifiziert und festgenommen werden. Während der Gerichtsverhandlung gestand der 25-jährige, diese Gegenstände lediglich bei sich geführt zu haben, um den Parade-TeilnehmerInnen damit zu drohen.

Beim nun gesprochenen Urteil handelt es sich um die erste Verurteilung nach dem 2006 eingeführten Gesetz gegen Hass-Delikte. An die 14-monatige Haft knüpften die Richter darüber hinaus eine psychologische Behandlung. Insgesamt wurden beim Zagreber CSD im vergangenen Jahr acht Gegendemonstranten verhaftet. Zwei CSD-Teilnehmer erlitten bei Gewaltausbrüchen Verletzungen.

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Weitere Quellen: queercom, Archiv