Das Ende eines Mythos

Redaktion Von Redaktion
Das Ende eines Mythos
wsmahar/istockphoto.com

Männer werden im Knast weder schwul, noch haben sie übermäßig häufig Sex dort. Das ergab eine australische Studie. Gleichgeschlechtlicher Sex kommt in Frauengefängnissen dagegen fünf Mal so häufig vor.

Ein alter Spruch unter Knastis lautet: "Schwul ist immer nur der Gefickte!" Damit wurde zum einen auf den Mythos angespielt, das Knastbrüder miteinander Sex haben, zum anderen wurde damit abgewiegelt, dass man selbst ja nur der Aktive gewesen sei. Eine Studie ging dem Mythos von Sex unter Männern auf den Grund.

Gefängnisse sind "stark homophob"

Dabei räumt die wissenschaftliche Untersuchung der australischen University of New South Wales mit diesem Irrglaube auf. Heterosexuelle Männer im Gefängnis werden weder schwul, noch kommt es übermäßig häufig zu gleichgeschlechtlichen sexuellen Kontakten.

Auf knapp sieben Prozent überhaupt träfe das zu. Zudem seien diese fast ausschließlich einvernehmlich gewesen. Gefängnisse seien, so die Soziologen, "stark homophobe Milieus", in denen sich meist schwule Männer nicht outen würden.

Anders als bei den Männern, sieht es in Frauengefängnisse aus. Dort bekannt mehr als ein Drittel (36 Prozent), daß es zu sexuellen Kontakten mit Mithäftlingen gekommen sei. Dafür lag aber auch die Gesamtrate sexueller Gewalt unter Frauen mit 3,9 Prozent höher als bei Männern (2,5 Prozent).

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