Das ist los am IDAHOT

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Das ist los am IDAHOT
Stefan Freihaut LSVD NRW

Zum Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie gibt es eine Vielzahl an Veranstaltungen. Wir haben eine Übersicht über die wichtigsten Termine. Bei einer Aktion kann sogar jeder von zu Hause aus mitmachen.

Seit 2005 findet der Internationale Tag gegen Homo- und Transphobie (IDAHOT) am 17. Mai statt. Dieser Termin ist gewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1990 Homosexualität von der Liste der Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation gestrichen wurde. 

Der IDAHOT ist Anlass für Veranstaltungen und Aktionen in der ganzen Welt. Das in Deutschland am weitesten verbreitete Symbol ist der Rainbow-Flash, bei dem bunte Luftballons gleichzeitig in den Himmel geschickt werden.

#RoteKarte gegen Homo- und Transphobie

"Das ist ein auffälliges Zeichen der Erinnerung sowie der eindringlichen Mahnung. Frei nach dem Motto: Wir lassen gemeinsam Homophobie sowie Transphobie fliegen und Akzeptanz steigen!", erklären die Veranstalter des Rainbow-Flashs in Stuttgart, der um 17:50 Uhr auf dem Schlossplatz stattfindet.

Diese Luftballon-Events finden in fast allen größeren und kleineren Städten statt. Der LSVD hat die Termine hier gesammelt.

LSVD
Die digitale Regenbogenflagge zum Herunterladen und Teilen.

Die digitale Regenbogenflagge zum Herunterladen und Teilen.

Wer keine Aktion in seiner Nähe hat, der kann trotzdem am IDAHOT teilnehmen. So etwa bei der NRW-weiten Kampagne "Rote Karte" gegen Homo- und Transphobie. Selfie mit der roten Karte machen und auf die Seite hochladen - fertig.

Der IDAHOT ist nötig - das beweist ein Blick in die Kriminalstatistik

Eine digitale Regenbogenflagge zum Teilen in sozialen Netzwerken bieten der LSVD Berlin-Brandenburg sowie das Bündnis gegen Homophobie an. Nicht nur am 17. Mai lässt sich damit ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzen.

Bereits am vergangenen Wochenende hat der FC St. Pauli ein Zeichen für Vielfalt gesetzt: Beim Saisonfinale haben Regenbogenflaggen die Totenkopf-Eckfahnen ersetzt. Dass sich der Hamburger Verein gegen Homophobie einsetzt, hat er bereits öfter bewiesen, etwa mit Regenbogen-Trikots.

Dass das auch bei uns immer noch nötig ist, beweist die aktuelle Kriminalstatisik: 220 Straftaten im Zusammenhang mit der sexuellen Orientierung soll es im vergangenen Jahr gegeben haben. Dass diese Zahl aus dem Innenministerium weit unter der Realität liegt, zeigt das Berliner Projekt "Maneo". Das Anti-Gewalt-Projekt zählt alleine für die Hauptstadt 259 Straftaten für das Jahr 2015 mit homo- oder transphobem Hintergrund.

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