Ab heute beschäftigt sich der amerikanische Senat mit einer Verfassungsänderung, die gleichgeschlechtliche Partnerschaften - sogenannte Homo-Ehen - illegal machen würde. Präsiden George Q. Bush hatte diesen Änderungsantrag an den Senat herangetragen, da er eine für alle U.S.-Bundesstaaten verbindliche Regelung für den Umgang mit der Homo-Ehe wünscht.

Am vergangenen Samstag hatte der Präsident seine wöchentliche Radio-Ansprache dazu missbraucht, für die Verabschiedung der Verfassungsänderung zu werben: "Die Ehe kann nicht von ihren kulturelle, religiösen und natürlichen Wurzeln getrennt werden, ohne auch ihren positiven Einfluß auf die Gesellschaft einzubüßen", so Bush. Joe Solmonese, Präsident der amerikanischen Menschenrechtskampagne, wirft Bush vor, die Nation zu spalten und seine Macht zu missbrauchen: "Präsident Roosevelt führte diese Radioansprachen ein, um die Amerikaner zu vereinen und Präsident Bush nutzt sie nun als Werkzeug, um uns als Nation wieder zu spalten." so der Menschenrechtler.

Auch Vertreter von Homosexuellen-Verbänden beklagen das Verhalten des Präsidenten: "Es ist nichts aktivistisches dabei, wenn Gerichte die Verfassungen der Länder interpretieren, um die Bürgerrecht von Einzelpersonen und Familien zu schützen. Genau dafür haben wir das Verfassungssystem ja", so Alan Van Capelle, Geschäftsführer der "Empire State Agenda", in desses Bundesstaat New York gerade gerichtliche Entscheidungen zur Homo-Ehe anstehen. Dort nahmen am vergangenen Samstag auch hunderte New Yorker an einem "Hochzeits-Marsch" teil, um ihre Ablehnung gegen die Verfassungsänderung deutlich zu machen. Die Änderung würde sowohl Gerichten und den Regierungen der Bundesstaaten verbieten, Homo-Ehen zu erlauben, als auch bereits in Massachusetts geschlossene Ehen anullieren.

Politische Beobachter erwarten, dass der Antrag von Präsident Bush noch schlechter abschneiden wird als im Jahr 2004, als er bereits zu wenig Stimmen erhielt, um zur Abstimmung zu kommen. Es wird erwartet, dass Bush in drei Tagen einen Antrag auf Bestätigung der Verfassungsänderung stellen wird.

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