Demo gegen Homo-Ehe eskaliert erneut

Redaktion Von Redaktion
Demo gegen Homo-Ehe eskaliert erneut
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Seit einer Woche dürfen Schwule und Lesben in Frankreich heiraten. Doch die Proteste reißen nicht ab. Dabei kam es zu schweren Ausschreitungen.

Am Wochenende haben in Paris laut Polizeiangaben rund 150.000 Menschen gegen das neue Gesetz demonstriert. Sie wollen dies nicht einfach hinnehmen. "Nur weil das Gesetz verabschiedet wurde, sollen wir still sein? Können wir nun nicht mehr über Familien in unserem Land sprechen? Können wir nicht mehr sagen, wozu wir stehen und welche Werte wir an unsere Kinder weitergeben wollen? Ich werde nicht schweigen.", sagte Laurent Wauquiez, Mitglied der konservativen UMP gegenüber Euronews.

Am Ende der weitgehend friedlich verlaufenen Veranstaltung kam es zu schweren Ausschreitungen. Hunderte Teilnehmer der Demo lieferten sich mehrere Stunden lang Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die Randalierer warfen Flaschen gegen Polizeiabsperrungen, zündeten Rauchbomben und Knallkörper. Die Beamten setzten Tränengas ein und nahmen etwa 300 Personen fest. Innenminister Manuel Valls machte rechtsextreme Gruppierungen für die Gewalt verantwortlich.

Am kommenden Mittwoch werden erstmals in Frankreich zwei Männer heiraten.

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