Demo vor russischer Botschaft

Andreas Graf Von Andreas Graf
Demo vor russischer Botschaft
XAMAX

Mit einer Kundgebung vor der Russischen Botschaft in Berlin, initiiert von Peter Plate (Rosenstolz) und seiner Kollegin und Freundin Carolina Bigge, wurde Donnerstagabend lautstark gegen die homophoben Gesetze in Russland demonstriert.

Bereits in der letzten Woche wendeten sich beide Künstler in einem "Offenen Brief" an die Öffentlichkeit, um eindringlich auf diese unerträgliche Situation aufmerksam zu machen und riefen damit die "Aktion Zehn" aus (dbna berichtete). Viele Menschen, Freunde, aber auch Prominente wie Detlev Buck, Frida Gold, Helene Fischer und Tim Mälzer, engagieren sich mit Unterstützer-Spots, die sie selbst gedreht haben und in denen sie "8 9- Zehn! Gleiche Rechte für alle auch in Russland!" fordern.

Peter Plate und Carolina Bigge fuhren mit ein paar Musikerkollegen in einem LKW an, parkten auf dem Mittelstreifen der Straße Unter den Linden vor der Russischen Botschaft und meldeten sich direkt von der Laderampe.

"Herr Putin, Sie machen uns Angst!", begann Peter Plate seine Rede und forderte gleiche Rechte für alle, auch für Homosexuelle und Andersdenkende. Diese Forderung wurde von weiteren Gästen wie Volker Beck (Grüner Bundestagsabgeordneter und Menschenrechtspolitischer Sprecher) und Stefan Liebich (Die Linke) in Reden mit Nachdruck unterstrichen.

"Zehn (Für Natascha und Olga)"

Höhepunkt der Kundgebung war die Premiere und Live-Präsentation des Liedes "Zehn (Für Natascha und Olga)", das begeistert aufgenommen wurde und zur Hymne der aktuellen Lage werden könnte. Den gemeinsam geschriebenen und aufgenommenen Song haben Peter Plate und Carolina Bigge am Freitag unter dem Projektnamen Mann + Miss als Download veröffentlicht.

Mit dem Lied wollen sie, zusammen mit dem LSVD und der Hirschfeld-Eddy-Stiftung, Gelder sammeln, um Selbsthilfegruppen in Russland direkt unterstützen zu können.

Zum Abschluss der Kundgebung wurde das Video zu "Zehn (Für Natascha und Olga)" gezeigt, das gerade erst vier Tag zuvor Erfolgsregisseur Marco Kreuzpaintner ("Sommersturm", "Krabat") mit seinem Team in einer Spontanaktion gedreht hat.

Im Clip kommen nicht nur eine junge Angela M. und ein junger Barack O. vor, sondern auch ein jugendlicher Wladimir Putin, der von einer ganz anderen Seite zu erleben ist... so hat man ihn noch nie gesehen. Das alles mit einem Augenzwinkern, gleichzeitig kritisch, vor allem aber provokant.

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