Die homofreundlichsten Reiseländer der Welt

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Die homofreundlichsten Reiseländer der Welt
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Der aktuelle "Spartacus International Gay Travel Index" nimmt 135 Staaten in den Blick und zeigt, welche Reiseländer du mit Vorsicht genießen solltest und wieso Deutschland im Ranking zurück fällt.

Wie auch im Jahr zuvor sind u. a. Iran, Vereinigte Arabische Emirate, Somalia und Russland Schlusslichter des Gay Travel Index 2015, der im Bruno-Gmünder-Verlag erschienen ist. Auch die Spitzenpositionen des Index bleiben unverändert: So liegt Schweden auf Platz 1, zusammen mit Großbritannien, gefolgt von Belgien, den Niederlanden und Frankreich, die sich Platz 2 teilen.

Zu den Gewinnern des Jahres 2014 zählen Finnland (+7 Plätze) und Reunion (+27 Plätze).

Grund dafür sind entsprechend neue Gesetze oder Verfassungen, die etwa eine Legalisierung der Homo-Ehe oder neue Antidiskriminierungsrichtlinien beinhalten.

Unter Beobachtung: Mongolei

Seit 2014 überlegt die Mongolei Antidiskriminierungsgesetze einzuführen um die LGBTI-Bevölkerung vor Ausgrenzungen und Anfeindungen zu schützen. Obwohl Homosexualität seit 1961 straffrei ist, wird immer wieder berichtet dass ca. 80% der LGBTI-Bevölkerung Gewaltattacken wegen ihrer sexuellen Orientierung erleben. Die Mongolei rangiert im Index im oberen Mittelfeld auf Rang 55 (Stand: Februar 2015).

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USA: Weiteres Jahr der Entscheidungen

Die Nachricht des Jahres 2014 aus LGBT-Sicht kam erneut aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Verschiedene Bundesstaaten stecken weiterhin mitten im politischen Kampf um die Homoehe durchzusetzen. Die Gerichte entschieden sich schon reihenweise für die Gleichstellung und ermöglichten somit die Homoehe in den Staaten Kalifornien, Massachusetts, New York, Nevada, Arizona, Florida und Texas. Der Supreme Court fällt eine generelle Entscheidung erst im Sommer, daher bleibt es spannend.

Deutschland fällt zurück

In Deutschland hingegen herrscht immer noch Stillstand, wenn es um die weitere Gleichstellung von Schwulen und Lesben geht. Nach dem großen Erfolg der CDU bei der letzten Bundestagswahl und der eindeutigen Positionierung der Bundeskanzlerin Merkel gegen die Öffnung der Ehe und das gemeinsame Adoptionsrecht, wird diesbezüglich auch nicht viel passieren. Zwar wurde im Koalitionsvertrag u. a. versprochen bestehende Diskriminierungen von Eingetragenen Lebenspartnerschaften abzubauen, bislang gibt es jedoch keine entsprechende Initiative.

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Weitere Quellen: Bruno Gmünder GmbH, Getty Images/Creatas RF/ Symbol-, Modelfoto