Die homofreundlichsten Reiseländer der Welt

Redaktion Von Redaktion
Die homofreundlichsten Reiseländer der Welt
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Während in Deutschland Homosexualität längst übergreifend toleriert wird, ist freie Sexualität in anderen Ländern keine Selbstverständlichkeit. In einigen Ländern müssen Homosexuelle Diskriminierung und im schlimmsten Fall sogar die Todesstrafe fürchten. Wohin kannst du angstfrei reisen und in welchen Reiseländern riskierst du Kopf und Kragen?

Der Gay Travel Index wird vom Hauptstadtverlag "Bruno-Gmünder Verlag" erstellt und testet insgesamt 138 Reiseländer in 14 verschiedenen Kategorien auf ihre Homofreundlichkeit beziehungsweise -feindlichkeit.

In den Kategorien werden unter anderem religiöse Einflüsse, Einreiseverbote für HIV-Patienten, die aktive Gesetzeslage und die Mord- beziehungsweise Verbrechensrate an Homosexuellen betrachtet. Besonders schwerwiegend, mit Hinblick auf die Punkteskala, wiegen gesetzliche Regularien gegen Homosexualität und religiöse Einflüsse.

Demzufolge sind besonders die Länder schlecht platziert, bei denen sich die Judikative zu Teilen oder vollständig auf die primäre Religion im Land stützt.

Europa konnte in dem Gay Travel Index überwiegend positiv abschneiden. Das homofreundlichste Land ist Schweden mit der (alleinigen) vollen Punktzahl (9). Dicht gefolgt von den europäischen Ländern Belgien, Frankreich, Großbritannien und der Niederlande, alle vier Vertreter der EU konnten mit jeweils 8 Punkten abschneiden.

Deutschland erzielte ein gutes Ergebnis von 5 Punkten und belegt damit Rang 13, geteilt mit Sint Maarten und Österreich.

Arabische Länder und der Nahe Osten schneiden schlecht ab

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"Verlierer" des Gay Travel Index und damit homofeindlichstes Land überhaupt ist der Iran. Der Iran wurde mit der negativsten Bewertung überhaupt (-14) bewertet, unter anderem weil Homosexuelle im Iran nicht nur hohe Gefängnisstrafen, sondern sogar die Hinrichtung fürchten müssen. Bereits im Gay Travel Index 2013 zierte der Iran den alleinigen letzten Platz.

Auf dem vorletzten Platz finden sich die Vereinigten Arabischen Emirate. Obwohl Dubai und Co mittlerweile als populäre Urlaubsziele zählen, gelten die Emirate nach wie vor als ausgesprochen schwulenfeindlich (-13). Gefängnisstrafen, starke religiöse Verbindungen zum Islam und ein Einreiseverbot für HIV-positive Menschen wurden besonders stark kritisiert.

Russland, aktuell immer wieder wegen Homofeindlichkeit in den Schlagzeilen, ist das Schlusslicht Europas mit insgesamt -11 Punkten. Hier wurde vor allem das Propagandagesetz gegen Homosexualität gerügt, auch vor Jamaika, Somalia, Saudi-Arabien und Uganda wird gewarnt.

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Weitere Quellen: Bruno Gmünder, skynesher /istockphoto.com