Die perfekte Strandfigur?

Patrick Fina Von Patrick Fina

Für die einen ist es ein alljährliches Ritual, für andere bloß einalberner Körperkult: die perfekte Strandfigur. In unserer neuen Umfragemöchten wir wissen: Bereitest du dich und deinen Körper auf den Sommervor?

"Nein, danke", sagte ein Freund neulich, "ich esse momentan nur Salat". Ich hatte ihn gefragt, ob er zu mir kommen wolle, Pizza essen. Die Zutaten hatte ich schon gekauft, ich konnte ja nicht ahnen, dass er absagt. Dieser Freund liebt Pizza, er liebt die Geselligkeit und das gemeinsame Kochen. Ich schaute ihn verwundert an, er muss geahnt haben, wieso. "Jaja, ich weiß. Aber bis der Sommer da ist, will ich noch ein wenig abnehmen," rechtfertigte er sich. Das war also des Pudels Kern: Die Bikini-Figur, der nur noch ein paar Gramm Fett im Weg standen (und im Übrigen immer noch stehen).

Seitdem achte ich auf die Leute, denen ich begegne. Wenn ich zwischen zwei Vorlesungen eine kleine Pause habe, verbringe ich die im Sommer ganz gerne auf einer der großen Wiesen. Da liegen dann hunderte Studenten, männliche und weibliche, wohlgeformt und halb verhungert, einige sehr normal. Manche scheinen darauf bedacht zu sein, einen guten Eindruck zu machen. Andere liegen einfach da und sonnen sich, unabhängig davon, was die Leute über sie denken oder sagen.

Einige von ihnen werden in den vergangenen Wochen so gegessen haben wie immer. Andere aber werden, wie mein guter Freund, auf ihre Kalorienzufuhr geachtet haben, damit sie jetzt, wo die Sonne allen Menschen gute Laune bereitet, die "perfekte Figur" besitzen. Glaubt man einigen Magazinen, geht das ganz schnell mit der Traumfigur. Ein paar Sit-Ups, während die Badewanne voll Wasser läuft, und fertig. Es hat den Anschein, als wäre es eine neue deutsche Tugend, das Streben nach der bestmöglichen Körperform, die man dann im Sommer präsentiert. Ist das nur mein subjektiver Eindruck oder im Kern doch wahr?

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