Die Regenbogen-Flagge

Redaktion Von Redaktion

Kneipen und Discos weisen sich durch das Aufhängen der bunten Flagge als "schwul" oder "lesbisch" aus. Doch wie kommt es eigentlich, dass die Regenbogenflagge ein anerkanntes Symbole für Schwule und Lesben auf der ganzen Welt ist?

Ein Freund von mir hat sie als Aufkleber an der Heckscheibe seines Wagens. Auf dem CSD weht sie einem unzählige Male entgegen. Kneipen und Discos weisen sich durch das Aufhängen der bunten Flagge als "schwul" oder "lesbisch" aus. Doch wie kommt es eigentlich, dass die Regenbogenflagge ein anerkanntes Symbole für Schwule und Lesben auf der ganzen Welt ist?

Im Jahre 1978 entwarf Gilbert Bakes die sogenannte "Rainbowflag", eine achtfarbige Flagge, die den Stolz der schwul-lesbischen Community demonstrieren sollte. Dabei hatte jede der Farben einen Symbolcharakter:

pink = Sexualität
rot = Leben
orange = Heilung
gelb = Sonne
grün = Natur
türkis = Kunst
indigo = Harmonie
violett = Geist

Als sich der Designer mit der Bitte, die Fahne in Serie zu produzieren, an die "Paramount Flag Company" wandte, stellte sich heraus, dass die Farbe Pink, die Baker selbst gemischt hatte, nicht kommerziell erhältlich war. Die produzierten Flaggen mussten also ohne den ersten Streifen auskommen - ausgerechnet der, der für die Sexualität stand.

Die nächste Farbe ging verloren, als im November 1978 Harvey Milk auf brutalste Weise ermordet wurde, Mitglied des Stadtrats von San Francisco und offen schwul lebend. Verschiedene Organisationen entschlossen sich in Gedenken an Harvey Milk, die Regenbogenflagge als Symbol für die "schwule" Straßenparade in San Francisco zu verwenden. Da man die Farben gleichmäßig auf die zwei Straßenseiten aufteilen wollte, beschloss man, den türkisfarbenen Streifen wegzulassen. Zusätzlich wurde aus der Farbe Indigo ein kräftiges Königsblau. So ist also aus einer eigentlich achtfarbigen Flagge die sechsfarbige "Regenbogenflagge" geworden, wie wir sie heute kennen.
Oft sieht man auch eine Flagge zusätzlich mit einem schwarzen Streifen versehen. Dieser steht für die Trauer um all diejenigen, die mit HIV infiziert sind oder bereits daran gestorben sind. Diese Abwandlung findet sich vornehmlich in den USA.

Von San Francisco aus hat die Regenbogenflagge ihren Siegeszug angetreten, heute ist sie in fast jeder Großstadt zu sehen. Sie ist aus dem schwul-lesbischen Leben einfach nicht mehr wegzudenken.

In einem Artikel von Steven W. Anderson heißt es so treffend: "Aber das farbenprächtigste aller unserer Symbole ist die Regenbogenflagge - ihr Regenbogen der Farben repräsentiert durch Rot-Orange-Gelb-Grün-Blau-Violett die Vielfalt der schwulen Familie."

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Weitere Quellen: cs.cmu.edu, rainbowcoin.com