Die Sims 4 - doch kein eingebauter Homo-Filter?

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Die Sims 4 - doch kein eingebauter Homo-Filter?
Electronic Arts/Maxis

In der vierten Auflage der populären Spielereihe sorgte ein Filter für Beschwerden, der diverse homosexuelle Begriffe als "verboten" deklarierte. EA beteuert nun, dieser Filter sei ein Fehler und nicht so gewollt.

Der weltgrößte Publisher EA hat weiterhin mit den Sims 4 zu kämpfen. Nicht nur bleiben die erwarteten herausragenden Bewertungen aus, auch zeigen sich Fans sehr kritisch gegenüber der vierten Auflage der populären Spielereihe. Hohe Wellen schlug zudem ein Filter, der diverse homosexuelle Begriffe als "verboten" deklarierte. EA beteuert nun, dieser Filter sei ein Fehler und nicht so gewollt.

Automatisiertes Filterprogramm trägt die Schuld

Electronic Arts beteuert über einen Sprecher, dass die Sims 4 ein vorgefertigtes Filterprogramm als externe Software nutzt, die diverse homosexuelle Begriffe automatisch aussperrt. Unter anderem können im aktuellen Spiel Begriffe wie "lesbisch" oder "schwul" nicht verwendet werden. Nach der Argumentation von Seiten EA handelt es sich also um einen technischen Fehler, der über einen bereits erhältlichen Fix endgültig behoben werden soll. Der Publisher will betroffene homosexuelle Begriffe dann manuell aus dem Filter der Software entfernen.

Nicht das erste Mal Ärger mit den Sims

Die vierte Auflage der Sims macht nicht zum ersten Mal eher unrühmlich auf sich aufmerksam. Schon im Vorfeld gab es viel Wirbel darum, dass das Spiel in Russland mit einer Altersbeschränkung ab 18 Jahre versehen wurde. Die russische Prüfstelle begründete dies damit, dass in dem Spiel gleichgeschlechtliche Beziehungen möglich wären - ein klarer Verstoß gegen die Anti-Homo-Politik Russlands. Diese wird in Russland über das Gesetz 436-FZ gesteuert, welches Kindern und Jugendlichen den Kontakt mit homosexuellen Materialien und Informationen untersagt.

Während in Russland also nur volljährige Personen den vierten Teil der Sims spielen dürfen, müssen deutsche und amerikanische Kunden aktuell auf homosexuelle Begrifflichkeiten verzichten - zumindest bis endgültig der von Electronic Arts angekündigte Patch erscheint und den Filter neu ausrichtet.

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Weitere Quellen: Electronic Arts/Maxis