Doch kein schwuler Bischof

Redaktion Von Redaktion

(dbna.de/welt.de) Der bekennende schwule Propst Horst Gorski unterlag  bei der Wahl um das Bischofsamt in Schleswig. Die Landessynode, das Kirchenparlament der lutherischen Kirche Nordelbien, wählte am Samstag den 57-jährigen Geistlichen Gerhard Ulrich. Die Kirche hatte einen Nachfolger für den in Ruhestand tretenden Bischof Hans Christian Knuth gesucht. Die Kandidatur von Horst Gorski hatte zuvor für Wirbel gesorgt er hätte der weltweit erste schwule Bischof der lutherischen Kirche werden können. Konservative Kreise griffen ihn unter anderem wegen des Bekenntnisses zu seiner Homosexualität an.

Beobachter hatten zuvor gemutmaßt, die Kritik an Gorski könnte Mitglieder der Synode erst recht zur Wahl des schwulen Geistlichen veranlassen. Der Präsident der Landessynode, Hans-Peter Strenge, hatte im Vorfeld der Wahl betont, die Homosexualität Gorskis spiele keine Rolle bei der Wahl. Seit den 90er Jahren ist dies kein Hindernis mehr, um ein geistliches Amt in der Nordelbischen Kirche zu bekleiden.

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