"Don't ask, don't tell" endgültig am Ende

Redaktion Von Redaktion
"Don't ask, don't tell" endgültig am Ende
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Die Richtlinie der US-Armee "Don't ask, don't tell" (Frag nicht, erzähl es keinem!), die es homosexuellen Soldaten bislang verbietet sich zu ihrer Orientierung zu bekennen, ist jetzt endgültig am Ende.

Die Richtlinie der US-Armee "Don't ask, don't tell" (Frag nicht, erzähl es keinem!), die es homosexuellen Soldaten bislang verbietet sich zu ihrer Orientierung zu bekennen, ist endgültig am Ende. Ein US-Bundesgericht in San Francisco hat jetzt das sofortige Aus der Regel angeordnet.

Schon im Wahlkampf hatte US-Präsident Barack Obama eine Beendigung der Kompromissregelung versprochen. Einlösen konnte er dieses jedoch lange nicht, da ihm im Senat die notwendige Mehrheit für eine Gesetzesänderung fehlte. Im Dezember unterzeichnete er dann ein Gesetz, das homosexuellen Soldaten in der US-Armee erstmals ein offenes Bekenntnis zu ihrer sexuellen Orientierung erlaubt (dbna berichtete). Das Gesetzt tritt Ende Juli in Kraft. Das Gericht kommt der Politik damit um etwa drei Wochen zuvor.

14.000 Homosexuelle in 17 Jahren aus US-Armee entlassen

Im Moment gilt innerhalb des US-Militärs noch die Regel "Nichts fragen, nichts sagen". Danach dürfen Homosexuelle innerhalb der Streitkräfte dienen, aber nur solange sie ihre sexuelle Veranlagung weder ausleben noch erzählen. Dieses Duldungsreglement war in den 1990er Jahren unter dem damaligen demokratischen Präsidenten Bill Clinton in Kraft getreten. Dieser hatte ursprünglich das Verbot des Dienstes von Homosexuellen ganz aufheben wollen.

Die Regel eröffnete Homosexuellen erstmals die offizielle Option, Militärdienst leisten zu dürfen. Allerdings wurden nach Angaben von Bürgerrechtsorganisationen 14.000 Homosexuelle in den letzten 17 Jahren aus US-Armee entlassen, weil sie sich geoutet und zu ihrem Schwulsein bekannt hatten.

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Weitere Quellen: AFP, GGG