In Schweden können sich Schwule und Lesben nun auch kirchlich trauenlassen. Dies beschloss die Synode der Lutherischen Staatskirche mit 160zu 81 Stimmen und machte damit den Weg für einen weiteren Schritt zurGleichberechtigung homosexueller Paare frei. Als einzige Voraussetzungmüssen die Paare zuvor die bereits seit 1994 in Schweden möglicheeingetragene Partnerschaft eingehen.

Offiziell soll die Zeremonie jedoch nicht Trauung, sondern"Segnungsakt" heißen. Der Sprecher des Schwulenverbandes RFSL, SörenAndersson begrüßte die Entscheidung der Synode, denn "dieKirche spielt im Leben vieler Homosexueller, Bisexueller undTranssexueller eine enorm wichtige Rolle. Diese Entscheidung zeigt,dass die Kirche alle diese Menschen nicht mehr ausschließen will."

Doch die Entscheidung ist innerhalb der Kirche nicht unstrittig. EinigePastoren haben angekündigt, die Segnung verweigern zu wollen. DieseEntscheidung steht ihnen nach der neuen Regelung auch zu. Diebetroffenen Paare haben im Gegenzug jedoch Anspruch auf eine Trauungdurch einen Priester, der dazu bereit ist.

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Weitere Quellen: n-tv.de