Ein Debüt: Irischer Minister outet sich als schwul

Redaktion Von Redaktion
Ein Debüt: Irischer Minister outet sich als schwul
Bucklesman - CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Bewegung im irischen Parlament: der Gesundheitsminister Leo Varadkar hat sich als schwul geoutet. Was in vielen anderen westlichen Ländern, darunter natürlich auch in Deutschland, fast nur eine Randnotiz wert wäre, ist aufgrund der erzkatholischen Prägung Irlands ein wichtiger Meilenstein für die Geschichte und sexuelle Offenheit des Landes.

Brisanz hat die Meldung aus Irland auch deswegen, weil Varadkar in Politikerkreisen als potentieller neuer Regierungschef gilt. Sein Outing gab er in einem Gespräch mit dem Radiosender RTE bekannt, wo er weiterhin anmerkte, dass es sich hierbei nie um ein Geheimnis handelte, wenn es bisher auch offiziell nicht bestätigt wurde. Das Outing wurde innerhalb von Minuten zum wichtigsten Gesprächsthema in Irland, wobei sowohl konventionelle Nachrichtensender und TV-Stationen darüber berichteten, aber auch auf Twitter heiß diskutiert wurde.

In den sozialen Netzwerken erhielt Varadkar für seine Offenheit viel positives Feedback, wobei auch Politikerfreunde und Beobachter der inländischen Politik diesen Schritt als einen Meilenstein für Irland werteten. Das Outing eines absoluten Spitzenpolitikers in einem katholisch streng geprägten Land sei demnach ein Zeichen für einen gesellschaftlichen Wandel und eine allgemeine Tendenz zu mehr sexueller Frei- und Offenheit.

Homosexualität soll in Irland gestärkt werden

Irland, ursprünglich streng katholisch geprägt, soll künftig offener werden. Bereits jetzt existieren Regierungsinitiativen, die sich für mehr Rechte von Homosexuellen und eine Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern einsetzen. Auch geht es bei dieser Initiative darum, dass Homosexuelle künftig Blut spenden dürfen und adäquate Elternrechte besitzen. Varadkar tritt als Politiker aktiv für diese Initiative ein.

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Weitere Quellen: Spiegel