Ein gnadenlos schwuler Garten

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Ein gnadenlos schwuler Garten
Facebook/Maeve Brigid

Ein Nachbar beschwerte sich über Gartendeko in Regenbogenfarben. Die Besitzerin knickte nicht ein und machte eine Crowdfunding-Kampagne draus - und sammelte bereits über 30.000 Dollar.

Julie Baker aus dem Bundesstaat Maryland (USA) wollte ihren Vorgarten verschönern. Also hing sie Einmachgläser in Regenbogenfarben auf, gefüllt mit Sand und Kerzen. Ja, über Geschmack lässt sich streiten, aber mit dieser Reaktion hätte sie nicht gerechnet.

Denn einem Nachbarn war die neue Deko zu schwul. Er (oder sie?) schrieb einen Brief an Julie: "Dein Vorgarten wird gnadenlos schwul! Ich und andere in der Nachbarschaft bitten dich, sie abzunehmen. Das hier ist eine christliche Gegend, in der auch Kinder leben. Lässt du es hängen, fühle ich mich gezwungen, die Polizei zu rufen. Leute wie du brauchen Respekt vor Gott. Ein besorgter Hausbesitzer."

Julie, Witwe und Mutter von vier Kindern, postete ein Foto von ihrer Deko und dem Brief auf Facebook. Dazu schrieb sie: "Fröhliche Regenbögen in einem Garten ergeben Sinn, oder?" und ergänzte: "Ich brauche Ideen, wie ich mich mit ihnen anlegen kann. Ich will ihnen zeigen, was "gnadenlos schwul" alles kann."

Facebook/Maeve Brigid

Also startete die Hausbesitzerin und Regenbogenfreundin eine Crowdfunding-Kampagne, um Geld für einen noch schwuleren Garten zu sammeln. Mit Erfolg: Bisher sammelte sie über 30.000 Dollar. Und natürlich warteten die sozialen Netzwerke nicht lange: Unter dem Hashtag #RelentlesslyGay posteten Nutzer Bilder von anderen "gnadenlos schwulen" Dingen. Sogar die Queen hat es getroffen. 

Böse Zungen behaupten, Julie hätte den Brief selbst geschrieben, um schnell an Geld zu kommen. Denn bisher hat sich der böse Nachbar noch nicht gemeldet - bei dem Medienrummel ist das aber auch kein Wunder. 

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Weitere Quellen: Facebook/Maeve Brigid