Durch die Einführung eines entsprechenden Gesetzes in Mexico City ist es nun erstmals auch im zweitgrößten römisch-katholischen Land der Welt möglich, dass Schwule und Lesben eine Homo-Ehe eintragen lassen. Am vergangenen Donnerstag bestätigte der linksliberale Stadtrat einen entsprechende Gesetzentwurf mit 43 zu 17 Stimmen.

Durch dieses neue Gesetz werden zu Beginn des nächsten Jahres die homosexuelle Bevölkerung unter den rund 8,6 Millionen der Stadt die Möglichkeit haben ihre Partnerschaft registrieren zu lassen.

Auch der nördliche Bundesstaat Coahuila, der direkt an den U.S. Bundesstaat Texas grenzt, plant nun die Einführung einer gleichgeschlechtlichen Ehe. "Diese Reformen werden einen Schneeball-Effekt auslösen, den niemand mehr stoppen kann", so David Sanchez, einer der wenigen offen schwulen Kongressabgeordneten Mexikos gegenüber Reuters. Die Initiativen in Mexico City und Coahuila basieren auf den Model des "Code Civil" aus Frankreich und regeln Eigentumsverhältnisse, Renten, Erbrecht und auch Erziehungsrechte. Eine Gleichstellung mit der klassischen Ehe und die Adoption von Kindern ermöglichen sie nicht.

Der Vorstoß trifft aber auch auf harte Kritik: "Es ist unnatürlich. Die lassen sich zu etwas herab, das gegen die Natur der Menschheit ist. Gesellschaften verfielen immer in Dekadenz wenn Homosexualität und Zerrissenheit in der Familie war", so Humberto Muniz, ein Gegner des Gesetzes.

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!
Weitere Quellen: Quelle: ABC NewsBildmaterial: © Photocase.com