(dbna.de / NZZ) Im schweizer Kanton Genf müssen Schwule und Lesben die in einer eingetragenen Partnerschaft leben im Todesfall des Partners künftig keine Erbschaftssteuer mehr abführen. Die Gesetzesänderung wurde mit 83-prozentiger Zustimmung der Wahlberechtigten des Kantons bestätigt. Damit werden homosexuelle Paare künftig hinsichtlich Erbschafts- und Schenkungssteuer mit heterosexuellen Paaren gleichgestellt.

Bislang galten homosexuelle Partnerschaften als solche "ohne gegenseitige Bindung", weshalb sie im Erbfall bis zum Höchststeuersatz von 54,6 Prozent belastet werden konnten. Das Anfang des Jahres in Kraft getretene Gesetz über registrierte Partnerschaften stellt Homo-Ehen zwar bei Bundes-, Staats- und Gemeindesteuern mit klassischen Ehen gleich, die Regelung des Erb- und Schenkungsfalles ist jedoch eine Kompetenz der Kantone.

Kritik an der Steuerentlastung für Schwule und Lesben hatte es lediglich aus den Reihen der SVP gegeben.

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