Erneute Steigerung

Patrick Fina Von Patrick Fina

(dbna.de / queercom) Die Zahl der Männer, die sich in Deutschland beim gleichgeschlechtlichen Sex mit dem HI-Virus infizierten, ist erneut gestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) gestern mitteilte, sei die Zahl der Infektionen durch schwulen Sex im ersten Halbjahr des Jahres 2007 um fünf Prozent gestiegen, während sie in anderen Gruppen gleich blieb und sogar leicht sank. Der Anteil der Männer, die sich beim gleichgeschlechtlichen Sex mit dem HI-Virus infizierten steigt auf 64 Prozent an (Im Vergleich: 2006 lag er bei 61 Prozent; 2001 bei 46 Prozent). Durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr steckten sich insgesamt 18 Prozent der neu Infizierten an (2006: 17 Prozent). Insgesamt habe es 1.334 Neuinfektionen in sechs Monaten gegeben.

Angesichts der steigenden Ansteckungsrate unter Schwulen erklärte das RKI, dass "Präventionsbemühungen auf einem hohen Niveau gehalten werden müssen". Deshalb werde die Deutsche Aids-Hilfe ab März 2008 mit einem neuen Präventionsprogramm gezielt Männer ansprechen, die Sex mit Männern haben.

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Weitere Quellen: queercom, Deutsche Aidshilfe