Erster schwuler Ständerat

Redaktion Von Redaktion

Auch in Zukunft sitzen im Schweizer Parlament zwei Homosexuelle

(dbna.de) Am vergangenen Wochenende wurde in der Schweiz ein neues Parlament gewählt. Der Nationalrat mit 200 Sitzen und auch der Ständerat mit 46 Sitzen mussten sich einer Gesamterneuerungswahl stellen. Von den zahlreichen schwulen und lesbischen Kandidaten habe zwei den Einzug ins Bundeshaus geschafft.

Claude Janiak war bisher Nationalrat und als dessen Präsident im Jahr 2006 protokollarisch höchster Schweizer. Nun schaffte er als SP-Vertreter des Kantons Basel-Land in den Ständerat. An vorderster Front setze er sich im selben Jahr für die Annahme des Partnerschaftsgesetzes ein. Einzige Lesbe im Parlament ist weiterhin Marianne Huguenin von den Grünen. Sie schaffte ihre Wiederwahl in den Nationalrat im Westschweizer Kanton Waadt.

Unterstützung für lesbischwule Anliegen darf man jedoch auch von der Berner SP-Nationalrätin Margret Kiener Nellen erwarten. Als Mutter eines schwulen Sohnes und Mitglied des Vereins fels (Freundinnen und Freunde von Schwulen und Lesben) will sie sich unter anderem für eine bessere Coming-Out-Betreuung einsetzen. Die übrigen homosexuellen Kandidaten, darunter auch der Präsident der Schweizer Schwulenorganisation Pink Cross Moël Volken, verpassten ihre Wahl deutlich.

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