Exekution gestoppt

Patrick Fina Von Patrick Fina

Nach internationalem Protest stoppt Iran Hinrichtung an Schwulem

(dbna.de / IGLHRC) Der oberste Richter des Iran hat das Todesurteil gegen den wegen gleichgeschlechtlichem Sex verurteilten Makwan Moloudzadeh aufgehoben. Die Art wie das Urteil zustande kam, verstoße gegen islamische Gesetze, begründete der Richter laut International Gay and Lesbian Human Rights Commission (IGLHRC) seine Entsdcheidung. Moloudzadeh (21) wird zur Last gelegt, dass er im Alter von 13 Jahren sexuelle Kontakte zu einem gleichaltrigen Jungen hatte. Während des Prozesses kam es zu mehreren Unregelmäßigkeiten. So haben alle Belastungszeugen ihre Aussage später widerrufen. Trotz der Aufhebung des Todesurteils bleibt Molouzadeh im Gefängnis, ein örtliches Gericht soll das Verfahren neu aufrollen.

Wie der IGLHRC berichtet, sei damit zum ersten Mal ein Todesurteil gegen einen Schwulen im Iran aufgehoben worden. "Das ist ein großer Sieg für die Menschenrechte", erklärte Paula Ettelbrich von der IGLHRC. Außerdem sei die Aufhebung des Urteils eine Erinnerung daran, wie wirkungsvoll globaler Protest sei. Zuvor hatte der IGLHRC gemeinsam mit Amnesty International und anderen Menschenrechtsorganisationen eine weltweite Protestaktion gegen die geplante Hinrichtung gestartet.

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!
Weitere Quellen: IGLHRC, Photocase.com