Fans zahlen Geldstrafe für homophobes Banner

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Fans zahlen Geldstrafe für homophobes Banner
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"Gay Gunners" stand auf dem Plakat, das vier junge Fans in der Münchner Allianz-Arena zeigten. Sie zahlen dem FC Bayern jetzt je 2000 Euro Strafe und leisten Sozialstunden.

Am 11. März fand das Champions-League-Achtelfinale statt: Bayern München gegen Arsenal London. Vier junge Fans aus Südtirol hielten während des Spiels ein Banner, das als homophob kritisiert wurde. (dbna berichtete).

Es zeigte den Schriftzug "Gay Gunners" "gunner" ist der Spitzname der Arsenal-Fans. Daneben war eine Kanone abgebildet, die auf den Hintern eines Spielers zielt.



Fans zahlen Strafe



Die vier Jugendlichen haben sich jetzt bereit erklärt, jeweils 2000 Euro Strafe an ihren Verein zu zahlen. "Die Jugendlichen werden zusätzlich zu der Geldstrafe im Sommer jeweils zehn Sozialstunden in München ableisten", sagte ein Sprecher des FC Bayern der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung.

Der europäische Fußballverband (UEFA) hatte den FC Bayern damals zu einer Strafe von 10.000 Euro verdonnert. Außerdem musste beim Viertelfinal-Rückspiel gegen Manchester United ein ganzer Zuschauerblock geschlossen bleiben. Hunderte Karten konnten nicht verkauft werden. Der Verein nennt einen Schaden von 150.000 Euro.



Große Sensibilität bei Homophobie



Dass es überhaupt zu den Strafen kam, sieht ein Vereinssprecher in einer gesteigerten Empfindlichkeit bei diesem Thema. "Vor 15 Jahren hätte so ein Plakat wahrscheinlich noch keinen gejuckt", sagte er sueddeutsche.de.


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Weitere Quellen: SZ-Online, BPI