Für immer mehr deutsche Schüler klingelt morgens in den Ferien der Wecker. Ab ins Bad, ein wenig Frühstücken und dann auf zur Arbeit. Ferienjobs kommen immer mehr in Mode ...

Für immer mehr deutsche Schüler klingelt morgens in den Ferien der Wecker. Ab ins Bad, ein wenig Frühstücken und dann auf zur Arbeit. Ferienjobs kommen immer mehr in Mode, denn wieso sollte man den ganzen Tag faul in der Gegend rumhängen, wenn man arbeiten gehen und Geld verdienen kann? Mit dem aufgepäppelten Taschengeld lässt sich sowieso viel leichter Leben. Man muss sich nicht mehr so viel Gedanken über die Finanzen machen, kann öfter mal ins Kino gehen oder das Geld für den Führerschein oder andere bevorstehende Anschaffungen sparen. Doch was sich so einfach und freudig anhört, kann in purem Stress ausarten. Was ihr bei Ferienjobs beachten müsst, und wie eure rechtliche Lage ist erfahrt ihr im folgenden Report.

Ferienjobs sind in vielerlei Hinsicht eine ganz praktische Sache. Du sammelst erste Erfahrungen in der Berufswelt, testest deine eigenen Fähigkeiten und lernst Verantwortung zu übernehmen. Vielleicht bekommst du einen Ferienjob in der Branche, in der du dich auch später einmal beruflich niederlassen willst. Während deiner Arbeit in dieser Branche stellst du vielleicht fest, dass dir dieser Beruf besonders viel Spaß macht Oder du hast ihn dir ganz anders vorgestellt und überlegst nun nach einem neuen Traumjob Ausschau zu halten. Aber bevor du dir einen Ferienjob suchst, musst du zuerst einmal wissen ab wann du arbeiten darfst. Generell ist die Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren gesetzlich verboten! Doch wie so oft im Leben gibt es auch hier eine Ausnahme. Mit elterlicher Erlaubnis dürfen Schüler ab 13 Jahren stundenweise mit leichten, altersgerechten Arbeiten beschäftigt werden. Die bekanntesten Jobs für diese Altersgruppe sind einfache Arbeiten wie Zeitungen/Werbung verteilen, Erteilung von Nachhilfe, helfen bei Gartenarbeiten, Babysitten, Tiere und Pflanzen betreuen oder Reinigungsarbeiten.

Wenn du schon 15 Jahre oder älter bist, wäre der nächste Schritt ein Gespräch mit deinen Eltern. Erzähle ihnen von deinen Plänen und Vorstellungen und höre dir ihre Meinung an. Eigentlich sollten Eltern nichts dagegen haben, wenn ihr Kind einmal ein bisschen Berufsluft schnuppern will. Leider gibt es auch hier Ausnahmen. Wenn deine Eltern aber nichts dagegen haben, musst du dir überlegen, in welcher Firma du gerne arbeiten willst. Schreibe eine Bewerbung mit einem tabellarischen Lebenslauf und vergesse nicht, der Bewerbung ein aktuelles Lichtbild zuzufügen. Es ist immer besser, wenn du mehrer Bewerbungen gleichzeitig zu verschiedenen Firmen wegschickst. Wenn du von einer Firma eine Absage bekommst, kann es ja immer noch sein, dass dich eine andere annimmt. Damit sparst du dir Zeit und Nerven. Wenn du eine Zusage bekommen hast, machst du am besten einen Termin mit deinem neuen Chef zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch aus. Dort bittest du ihn, dir genaue Auskünfte über die Arbeitszeit, den Lohn und deine Tätigkeit zu geben. Du solltest ihn in diesem Gespräch auch unbedingt fragen, wie es mit deinem Versicherungsschutz aussieht. Ist von beiden Seiten alles geklärt, kann der erste Arbeitstag kommen!

Die meisten Unfälle am Arbeitsplatz passieren immer in den ersten Arbeitstagen. Es ist ganz wichtig, dass du dir am ersten Arbeitstag von einem Mitarbeiter oder vom Vorgesetzten persönlich die Sicherheitsmaßnahmen erklären lässt. Schließlich geht es um deine Gesundheit! Wie es mit der Versteuerung deines Lohns aussieht, solltest du auch mit deinem Vorgesetzten abklären. Es besteht nämlich die Möglichkeit, dass du dich von der Steuer freistellen lässt. Darüber sollte dein Vorgesetzter aber eigentlich informiert sein. Wenn nicht, dann frage mal in deinem örtlichen Finanzamt nach. Jetzt kann deiner Tätigkeit als Ferienjobber nichts mehr im Wege stehen. Viel Spaß beim Geldverdienen!

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Weitere Quellen: ferienjobs4you.de, arbeitsamt.de