Fortschritt in den USA

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Fortschritt in den USA
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US-Gerichte haben das Verbot der Homo-Ehe in weiteren Bundesstaaten aufgehoben. Somit leben mehr als die Hälfte der Amerikaner in Staaten, die die gleichgeschlechtliche Ehe erlauben. Update: Öffnung in Idaho vorerst blockiert.

Am Montag wurde die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren in fünf weiteren US-Staaten legalisiert - wenn auch nicht unbedingt freiwillig. Zuvor erfolgte eine Ablehnung vom Supreme Court, der über die Gesetze der betreffenden Bundesstaaten, oder über eine landesweite Regelung, nicht entscheiden wollte.

Fünf neue Staaten für eine gleichgeschlechtliche Ehe

Verbote der Homoehe in den US-Bundesstaaten Wisconsin, Oklahoma, Virginia, Utah und Indiana wurden durch die Bundesgerichte für nichtig erklärt - und damit effektiv legalisiert. Diese Regelung hat in den USA aber nur deshalb Bestand, da der Supreme Court weiterhin auf eine bundesweite Regelung verzichtet. Die höchsten Richter der USA könnten mit ihrem Urteil jederzeit das der Bundesgerichte überstimmen, weshalb es sich bei der Legalisierung, je nach Entscheidung des Supreme Courts, womöglich nur um eine Übergangslösung handeln könnte.

Stand jetzt dürfen gleichgeschlechtliche Paare in den fünf Bundesstaaten aber den Bund der Ehe eingehen. Die "Human Rights Campaign", eine Organisation, die sich für die Rechte von Transsexuellen, Bisexuellen und Homosexuellen einsetzt, erklärte öffentlich, dass das Urteil zu begrüßen sei. Dennoch wies auch diese Organisation auf die verwirrende bundesweite Regelung hin, die ihrer Ansicht nach aktuell einem "Flickenteppich" ähnelt.

Am Dienstag folgte ein Berufungsgericht in San Francisco. Es hob das Verbot der Homo-Ehe in den US-Bundesstaaten Idaho und Nevada mit der Begründung, dass das geltende Gesetz eine "unzulässige Diskriminierung" darstelle, auf.

26 Staaten erlauben die gleichgeschlechtliche Ehe

Eine Ehe zwischen Homosexuellen ist damit nun in der Hauptstadt Washington und in 26 US-Bundesstaaten erlaubt. Womöglich könnten sich bald noch einige weitere Staaten hinzugesellen. Staaten wie North- und South Carolina, Kansas, Colorado oder Wyoming fallen in ihren Zuständigkeiten in die Hände der Bundesrichter, die auch die fünf weiteren Verbote aufgehoben hatten.

Update 08.10.2014 - 18:00 Uhr

Öffnung in Nevada und Idaho blockiert

Auf Antrag des Bundesstaates Idaho hat der Oberste Gerichtshof am Mittwoch die Öffnung der Ehe in Nevada und Idaho vorerst gestoppt. Der Beschluss, der von Richter Anthony Kennedy unterzeichnet wurde, gilt allerdings vorerst nur für diese beiden Bundesstaaten und hat keine Auswirkungen auf die am Montag getroffene Entscheidung des Supreme Courts.

Update 09.10.2014 - 10:00 Uhr

Klarstellung durch Richter Anthony Kennedy: Der Beschluss gelte nur für den Bundestaat Idaho. In Nevada ist somit die gleichgeschlechtliche Ehe zugelassen.

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